Der im Reaktordruckbehälter erzeugte Dampf wird über vier Frischdampfleitungen zur Turbine im Maschinenhaus geführt.
Der Turbosatz besteht aus einer 1.500-tourigen dreigehäusigen Einwellenkondensationsturbine mit einem direkt gekuppelten Drehstrom-Synchrongenerator.
Der Dampf strömt mit einer Temperatur von 286 Grad Celsius bei einem Druck von 67 bar zunächst auf den doppelflutigen Hochdruckteil der Turbine (1), wobei er auf 10,7 barü expandiert. Aus dem Hochdruckgehäuse wird der Dampf über zwei Rohrleitungen in zwei kombinierte Wasserabscheider und Frischdampf beheizte Überhitzer geführt und von dort in die beiden zweiflutigen Niederdruckteile der Turbine (2) weitergeleitet. Der Dampf expandiert dort in neun Stufen auf den Kondensatordruck von 0,08 barabs.
In der Turbine erfolgt somit die Umwandlung von Wärme- in Bewegungsenergie, die Turbinenwelle dreht sich mit 1.500 Umdrehungen je Minute.
Am Ende der Welle befindet sich der Generator (3), wo wiederum die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt wird.
Die vom Generator abgenommene Spannung von 27 Kilovolt (kV) wird jeweils über zwei Maschinentransformatoren auf 380 kV hochgespannt, in die nahe gelegene Umspannstation übertragen und in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist.
Unter jedem der beiden Niederdruckgehäuse der Turbine ist ein einflutiger Kastenkondensator angeordnet. Im Kondensator (4) gibt der Dampf seine Restwärme an das Kühlwasser des separaten Kühlwasserkreislaufes ab und kondensiert.
Das Wasser wird anschließend aus einem großen Vorratsbehälter über mehrere Vorwärmstufen mittels Speisewasserpumpen (5) in den Reaktordruckbehälter zurückgeführt.