Für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland beträgt die natürliche Strahlenexposition im Mittel 2,1 Millisievert pro Jahr (mSv/a). Diese setzt sich zusammen aus der kosmischen Strahlung und durch sie erzeugte Radionuklide, der terristrischen Strahlung und der Eigenstrahlung des menschlichen Körpers (siehe Abb. 1).
Außer der natürlichen Strahleneinwirkung sind die Menschen einer zivilisatorisch bedingten Strahleneinwirkung von durchschnittlich 2,0 mSv/a ausgesetzt. Sie kommt im Wesentlichen durch folgende Anwendungen zustande:
(siehe Tab. 2)
Obwohl das Kernkraftwerk Gundremmingen nur geringste Mengen radioaktiver Strahlung abgibt, wird die gesamte Umgebung der Anlage ständig vom kraftwerkseigenen Labor und unabhängigen Institutionen kontrolliert. Tatsächlich werden selbst die strengen Genehmigungswerte in Gundremmingen stets weit unterschritten, wie Messproben aus Boden, Luft und Wasser rund um das Kraftwerk belegen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf all dem, was in Gundremmingen für die menschliche Ernährung produziert wird.
Wie alle bayerischen Kernkraftwerke ist auch Gundremmingen an das Kernreaktorfernüberwachungssystem (KfÜ) des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz angeschlossen. In regelmäßigen Abständen werden automatisch Messwerte aus der Kraftwerksumgebung abgerufen, per Funk nach Augsburg übertragen und in der Behörde ausgewertet. Alle Ergebnisse dieser Auswertung sind der Öffentlichkeit zugänglich.

| Ursache der Strahlenexposition | Effektive Dosis in mSv/a Mittelwert für die Bevölkerung |
| Natur: | |
| kosmische Strahlung | 0,3 |
| terrestrische Strahlung | 0,4 |
| innere Bestrahlung | 1,4 |
| Natur gesamt | 2,1 |
| Zivilisation: | |
| Medizin | 2,0 |
| Erhöhung der natürlichen Dosis durch industrielle Tätigkeit | 0,01 |
| Tschernobyl-Unfall | 0,01 |
| Kernwaffentests | 0,005 |
| Flugreisen | 0,005 |
| Beruf | 0,002 |
| fossile Energieträger | 0,002 |
| Kernkraftwerke | 0,001 |
| Industrieprodukte | 0,001 |
| Zivilisation gesamt | 2,0 |
| gesamt | 4,1 |
