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Kernkraftwerk Gundremmingen erzielt 2006 bestes Produktionsergebnis seit Betriebsbeginn

18.01.2007

• Zahl der Arbeitsplätze stabil / Millionen-Investitionen
• Modernisiertes Informationszentrum wiedereröffnet

Die beiden 1.344-Megawatt-Blöcke B und C des Kernkraftwerks Gundremmingen haben 2006 insgesamt 21,7 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. „Das ist das beste Ergebnis seit Betriebsbeginn“, freuen sich die beiden Geschäftsführer, Dr. Helmut Bläsig (Technik) und Georg Büth (Kaufmännisch). Die umweltfreundliche CO2-freie Stromerzeugung deckt mehr als ein Viertel des bayerischen Strombedarfs. Dabei entfielen auf Block B rund 10,6 Milliarden Kilowattstunden und auf Block C rund 11,1 Milliarden Kilowattstunden. Durchschnittlich 93 Prozent der Zeit standen die Blöcke zur Stromproduktion zur Verfügung.

Erfreulich ist auch die Situation beim Personal: 31 neuen Mitarbeitern stehen lediglich 17 Verabschiedungen gegenüber. Somit sind im Kernkraftwerk rund 750 eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt; hinzu kommen 250 Dauerbeschäftigte von Fremdfirmen. Zudem werden durch das Kraftwerk weitere rund 1.000 Arbeitsplätze in den Landkreisen Günzburg und Dillingen gesichert. Das Kernkraftwerk bietet auch bis zu 40 Diplomanden- und Praktikantenplätze sowie Stellen für Trainées an. Mit den 11 jungen Menschen, die 2006 ihre Ausbildung begonnen haben, gibt es im Kraftwerk 34 Auszubildende. 2006 konnten sieben fertig Ausgebildete in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, zwei von ihnen unbefristet.

Wirtschaftsfaktor Kernkraftwerk

„Über zwei Milliarden Euro sind bisher in den laufenden Betrieb der beiden Blöcke in Gundremmingen investiert worden“, verweist der kaufmännische Geschäftsführer Georg Büth auf die wirtschaftliche Bedeutung des Kernkraftwerks. So flossen im vergangenen Jahr allein 37 Millionen Euro in Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Rahmen eines vorbeugenden Alterungsmanagements. Auch für die Firmen der Region ist das Kraftwerk ein bedeutender Auftraggeber: Im Vorjahr gingen Aufträge in Höhe von rund 25 Millionen Euro in die nähere Umgebung. 2007 wird das Kraftwerk erneut rund 180 Millionen Euro für de Betrieb sowie Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen aufwenden – die Region wird mit etwa 80 Millionen direkt profitieren.

Energie-Informationszentrum wiedereröffnet

„Mit unserem umfassend modernisierten Besucherinformationszentrum* werden wir den Dialog mit der Öffentlichkeit intensivieren“, betont der technische Geschäftsführer Dr. Helmut Bläsig. In viermonatiger Bauzeit ist die inzwischen wieder geöffnete Ausstellung vollständig überarbeitet worden: neues Design, viele interaktive Elemente, Originalexponate aus dem Kraftwerk, Modelle, Infotafeln. Der Besucher kann sich dabei einen Eindruck von der ganzen Bandbreite der heutigen Energieversorgung verschaffen. Neben der ausführlichen Darstellung der Kernenergie ergänzen deshalb auch Porträts der anderen Energieträger Themen wie „Energiemix“ und „Zukunft der Stromversorgung“. Trotz Umbaus kamen im vergangenen Jahr 8.000 Besucher ins Infozentrum. „Mit dem neuen Angebot wollen wir wieder verstärkt Interesse wecken“, erklärt Bläsig.

Ausblick 2007

In diesem Jahr ist für Block B ein routinemäßiger Brennelementwechsel mit Kurzrevision geplant, während für Block C eine große Jahresrevision mit Brennelementwechsel und Druckprobe des Reaktordruckbehälters sowie Öffnen der Turbine vorgesehen ist.
Sechs CASTORen sollen mit 312 verbrauchten Brennelementen aus Block C in das neue Standortzwischenlager eingelagert werden; 2006 sind sieben CASTORen mit insgesamt 364 Brennelementen aus Block B eingelagert worden.
Weitgehend abgeschlossen sind die Detailplanungen für den Umbau zum Technologiezentrums im ehemaligen Maschinenhausbereich des 1977 stillgelegten Blocks A, für die rund sechs Millionen Euro veranschlagt sind. In der neuen Einrichtung sollen die in den vergangenen 20 Jahren gesammelten Erfahrungen mit dem Rückbau und dem sorgfältigen Umgang mit radioaktiven Stoffen genutzt werden. Darüber hinaus ist geplant, Kraftwerkskomponenten instand zu halten sowie Spezialwerkzeuge zu entwickeln, zu bauen und zu lagern. Bis zu 25 Mitarbeiter sollen hier dauerhaft Beschäftigung finden.

 




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