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Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Gundremmingen rettet verirrten Habicht und ausgebüchsten Jagdfalken

30.09.2008

Das Kernkraftwerk Gundremmingen mausert sich nach und nach zur Vogelauffangstation. Ein Habicht beehrte das Kernkraftwerk Gundremmingen mit seinem Besuch. Völlig vertieft in die Jagd nach Beute schlug der Greifvogel aber keine Feldmaus, sondern selbst äußerst unsanft und im Tiefstflug gegen ein Fenster der Werkfeuerwehrwache. Vogelerfahrene Mitglieder der Kraftwerkfeuerwehr kümmerten sich um das etwas benommen wirkende, ansonsten glücklicherweise unverletzte Tier. Feuerwehrmann Franz Schuster aus Aislingen-Rieder nahm den etwa ein Jahr alten Jungvogel in seine Obhut. „Abgesehen von der kurzzeitigen Orientierungslosigkeit ist das Tier schon wieder putzmunter“, konnte Schuster beruhigen. Er brachte den Vogel behutsam in ein benachbartes Waldstück, von wo aus sich der Habicht unbeirrt in die Lüfte erhob und dort wieder seine Kreise zog.

Bereits zweiter Vogelbesuch innerhalb kurzer Zeit

Der ungestüme Habicht war jedoch nicht der einzige Besuch eines Greifvogels in diesem Jahr. Erst kürzlich verfing sich ein ausgebüchster Jagdfalke mit seiner am Fuß befestigten Langfessel im Sicherheitszaun des Kraftwerks. Bis auf einen gehörigen Schrecken trug auch dieser Vogel keine weiteren Schäden davon. Lediglich eine Öse am Lederriemen gab Hinweis darauf, dass er aus einer österreichischen Falknerei stammen musste. Da bei den alpenländischen Nachbarn aber kein Besitzer ausfindig gemacht werden konnte, brachte Werkfeuerwehrmann und Taubenzüchter Siegbert Keller den Falken in die „Tierärztliche Klinik Gessertshausen“. „Selten hat man die Gelegenheit, so ein schönes Tier aus nächster Nähe zu betrachten“, freute sich Keller.
Doch war der Abstecher in den Landkreis Günzburg nur eine Zwischenstation auf der Odyssee des edlen Fliegers. Denn mittlerweile wurde der Ausreißer wieder näher Richtung Alpenheimat in die Veterinärklinik nach München überstellt.

„Der lebenslange, natürliche Umgang mit Tieren in der freien Natur erleichtert es unseren Feuerwehrleuten sehr, in solchen Fällen schnell helfen zu können“, freute sich Markus Lanzerath, Kommandant der Werkfeuerwehr, für seine Mannschaft.

 




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