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Presse-Gespräch Zusammenfassung: Kernkraftwerk Gundremmingen: Jahresbilanz 2008 - gutes Produktionsergebnis dank hoher Verfügbarkeit

04.02.2009

• Umfassende Überprüfung bestätigt ausgezeichnetes
Sicherheitsniveau der Anlage
• Wachsende Mitarbeiterzahl, steigende Investitionen

Zufrieden zeigte sich Bläsig mit dem Produktionsergebnis des vergangenen Jahres. Die beiden Gundremminger Blöcke haben 2008 rund 20,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Die klimafreundliche Stromerzeugung deckte rund 27 Prozent der bayerischen Stromproduktion. Durchschnittlich 87 Prozent der Zeit oder über 7.600 Stunden stand die Anlage zur Stromerzeugung zur Verfügung. „Dabei gilt unser besonderes Augenmerk auch der Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Anlage“, betonte Bläsig. „Die abgegebenen Emissionen haben die behördlich festgelegten Grenzwerte jederzeit deutlich unterschritten.“ Bläsig wies darauf hin, dass die stündlich aktualisierten Mittelwerte der kontinuierlich erfassten Umgebungsstrahlung, die aus 21 Messungen an 17 behördlichen Messstandorten rund um das Kernkraftwerk erhoben werden, jederzeit im Internet über die Seiten des Landesamtes für Umweltschutz einzusehen sind. „Es ist gut, dass so ein Höchstmaß an Transparenz geboten wird“, so Bläsig. Er führte weiter aus, dass die gemessenen Werte den mittleren Werten der natürlichen Strahlung in der Region entsprechen. Ein Einfluss des Kraftwerks ist nicht erkennbar.

Periodische Sicherheitsüberprüfung 2005 - 2007
„Unseren beiden Blöcken ist bei der Periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ) ein ausgezeichnetes Sicherheitsniveau attestiert worden.“ Einzelheiten der PSÜ hat der technische Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen, Dr. Helmut Bläsig, heute vorgestellt. Zwischen 2005 und 2007 ist eine umfassende Sicherheitsüberprüfung für die Gesamtanlage vorgenommen. Das Ergebnis zeigt, dass beide Anlagen über dem von der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) international definierten Sicherheitslevel von Kernkraftwerksneubauten liegen.
Im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse der Analyse durch unabhängige Gutachter des TÜV Süd IS intensiv begutachtet. „Sicherheit hat für uns oberste Priorität – und das wird durch dieses Ergebnis bestätigt“, freute sich Bläsig. „Ganz wesentlich ist dies – neben der Technik - auch ein Verdienst unserer Betriebsmannschaft, die darauf stolz sein darf.“ Durch die jährlichen Revisionen, die neben umfangreichen Prüfungen und vorbeugenden Instandhaltungen auch für Modernisierungen und Anlagenoptimierungen genutzt werden, soll dieses hohe Sicherheitsniveau auch in Zukunft beibehalten bzw. noch weiter ausgebaut werden. Dafür sind in diesem Jahr rund 55 Millionen Euro in beiden Blöcken eingeplant. Block B wird im Juni/Juli und Block C im September/Oktober zur Revision abgeschaltet.

Krisensicherer Arbeit- und Auftraggeber für die Region Bayerisch Schwaben
„Unser Kraftwerk ist auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ein krisensicherer Arbeit- und Auftraggeber für die Region Bayerisch Schwaben“, stellte Christoph Quick, kaufmännischer Geschäftsführer, heraus. Im vergangenen Jahr gingen über 100 Millionen Euro direkt über Löhne und Gehälter von Mitarbeitern und Fremdfirmenpersonal sowie in Form von Aufträgen und Abgaben des Unternehmens in die Region. Das Bestell- und Auftragsvolumen an Fachfirmen für kontinuierliche Optimierungen, vorbeugende Instandhaltungs- und vorausschauende Erneuerungsmaßnahmen betrug 2008 fast 150 Millionen Euro. Weitere 14 Millionen Euro flossen zum Beispiel in Ausbaumaßnahmen wie das Technologiezentrum. Insgesamt sind über 51 Millionen Euro in der Region Schwaben abgerechnet worden. „Wir bleiben ein verlässlicher Partner: 2009 werden die regionalen Betriebe erneut durch Aufträge in derselben Größenordnung profitieren“, erläuterte Quick.

Gestiegen sind die Beschäftigungszahlen. Im Rahmen des seit 2005 eingeleiteten Generationswechsels in der Belegschaft wurden 2008 insgesamt 46 neue Mitarbeiter eingestellt. Im Kernkraftwerk sind derzeit 819 Mitarbeiter einschließlich 40 Auszubildender beschäftigt. Hinzu kommen 360 Dauerbeschäftigte von Fremdfirmen. Zudem werden durch das Kraftwerk rund 1.000 Arbeitsplätze in den Landkreisen Günzburg und Dillingen gesichert. „Die positive Tendenz wird sich fortsetzen“, ist Quick zuversichtlich. In diesem Jahr sollen bis zu 50 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Im Bereich Ausbildung gab es 2008 einen neuen Rekord: 40 junge Menschen erlernten im Kernkraftwerk einen Beruf. Und 2009 wird die Zahl der Auszubildenden erneut um 3 erhöht.

Positiv ist die Entwicklung im Bereich Arbeitssicherheit: Die Zahl der Arbeitsunfälle bei Stammpersonal ist im vergangenen Jahr um 25 Prozent zurückgegangen. Die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Durch ein neues Arbeitssicherheits-Fremdfirmen-Management soll die positive Entwicklung auf die Mitarbeiter externer Fach- und Dienstleistungsfirmen ausgeweitet werden. Die hohen Sicherheitsanforderungen gelten auch für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten am Standort.

Informationen zur aktuell gültigen "Periodischen Sicherheitsüberprüfung" (PSÜ) des Kernkraftwerks Gundremmingen, Block B und Block C. Statement Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer Statement Christoph Quick, kaufmännischer Geschäftsführer

 




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