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25 Jahre sichere Stromerzeugung aus Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen•Im März 1984 liefert der Reaktor erstmalig Strom

16.03.2009

Heute vor 25 Jahren, am 16. März 1984, wurde der 1.300 Megawatt-Generator von Block B des Kernkraftwerks in Gundremmingen erstmals mit dem öffentlichen Hochspan-nungsnetz synchronisiert. Nach einer Bauzeit von acht Jahren lieferte der schwäbische Siedewasserreaktor Strom aus Kernenergie. Einen Monat später, am 28. April, erreichte der Block schließlich seine volle Leistung. Im Abstand von sieben Monaten folgte Block C.

In den vergangenen 25 Betriebsjahren produzierte Block B knapp 241 Milliarden Kilowatt-stunden Strom und zusammen mit dem Schwesterblock C insgesamt rund 470 Milliarden Kilowattstunden. Mit dieser Strommenge könnten die deutschen Privathaushalte fast dreieinhalb Jahre zuverlässig mit elektrischer Energie versorgt werden. „Die bisherige Erzeugung beider Kraftwerksblöcke zeigt die hohe Zuverlässigkeit der Anlage“, betonte der technische Geschäftsführer, Dr. Helmut Bläsig, denn über die Jahre lag die Verfüg-barkeit der beiden Reaktoren bei rund 88 Prozent. Aber auch das Klima profitierte von diesem erfreulichen Betriebsergebnis. Durch die CO2-freie Stromerzeugung wurden der Umwelt rund 470 Millionen Tonnen des Treibhausgases erspart. Um den gleichen Effekt zu erzielen müsste der gesamte Straßenverkehr in Deutschland für drei Jahre eingestellt werden.
Begonnen wurde die Erfolgsgeschichte von Deutschlands größtem Kernkraftwerk am 19. Juli 1976 mit der Einrichtung der Baustelle an der bayerisch-schwäbischen Donau zwischen Günzburg und Dillingen. In einer Bauzeit von rund acht Jahren wurde die Dop-pelblockanlage von den Anteilseignern RWE (75%) und dem damaligen Bayernwerk (25%), das heute zu E.ON gehört, errichtet. Bis zu 4.000 Arbeiter fanden während der Bauarbeiten eine Beschäftigung auf Europas größter Baustelle. Insgesamt wurden 12.000 Tonnen Stahl und rund 100.000 Tonnen Beton verbaut. Am 6. Mai 1985 erfolgte die feierliche Einweihung durch den Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, Franz Josef Strauß.

Auch in den nächsten Jahren wird die Stromerzeugung aus Kernenergie eine wesentliche Säule im Rahmen der Versorgungssicherheit des Industriestandorts Deutschland bleiben. „Wir hier in Gundremmingen werden auch zukünftig unseren Beitrag zu einer zuverlässi-gen, preiswerten und klimafreundlichen Stromversorgung leisten und unserer wirtschaftli-chen Verantwortung für die Menschen in der Region nachkommen“, versichert Bläsig. Seit Jahrzehnten ist das Kernkraftwerk in Gundremmingen ein Wirtschaftsmotor für die Region und ein Garant für sichere Arbeitsplätze, nicht nur beim Kraftwerksbetreiber, son-dern auch bei Dienstleistern und Zulieferern rund um das Kraftwerk.

 

Treffen der Generationen: Auf der Warte von Block B trafen sich die Schicht von 1984 und die Schicht von 2009 zum historischen Meinungsaustausch (v.r.n.l.): Arnold Harlacher (Schichtleiter I 1984), Eugen Linder (Schichtleiter II 1984; heute Teilbereichsleiter Blockbetrieb Block B), Lothar Klein (Schichtleiter I 2009), Egon Mandl (Schichtelektriker 1984; heute Schichtleiter II), Rudolf Schmalenberger (Schichtschlosser 1984 bis heute), Michael Marek (Schichtschlosser 2009), Edmund Launer (Reaktorfahrer 1984; heute Sachbearbeiter Blockbetrieb), Robert Imberger (Reaktorfahrer 2009), Franz Schneiderat (Reaktorfahrer, der 1984 durch Ziehen der Steuerstäbe den Reaktor von Block B startete), Frank Hämmerle (Reaktorfahrer 2009), Günther Gumpp (Reaktorfahrer 2009 hinten sitzend), Herbert Abold (Reaktorfahrer 1984; heute stv. Teilbereichsleiter Zentrale Qualitätskontrolle), Wolfgang Schuster (Schichtschlosser 1984 bis heute), Alois Gilg (Schichtschlosser 1984), Werner Mader (Schichtelektriker 1984; heute Reaktorfahrer)
Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2009

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