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Chronologie Blöcke B und C des Kernkraftwerks Gundremmingen 1973 – 2009

13.03.2009

Bauherr:
Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG (RWE),
Bayernwerk AG (heute E.ON)


Betreiber:
Kernkraftwerke Gundremmingen Betriebsgesellschaft mbH (KGB), die heutige Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH (KGG)


Standort:
Gundremmingen, Landkreis Günzburg a. d. Donau


Planung und Bau:
Siemens Kraftwerk Union AG (KWU), Hochtief AG


Bauzeit:
rund 8 Jahre für beide Blöcke


Installierte Leistung heute:
1344 Megawatt je Block


Anteilseigner heute:
RWE Power AG (75 Prozent), Essen,
E.ON Kernkraft GmbH (25 Prozent), Hannover
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1973: 29. Juni
Beantragung des Raumordnungsverfahrens zum Bau eines Kernkraftwerks mit zwei Kraftwerksblöcken (Doppelblockanlage)


1973: 9. Dezember
Gründung der Projektgesellschaft Kernkraftwerk-RWE-Bayernwerk AG II GbR (KRB II) zu Errichtung und Inbetriebsetzung der neuen Blöcke B und C


1974: 25. Februar
Vertragsunterzeichnung zwischen der KRB II und dem Baukonsortium Siemens KWU / Hochtief


1976: 30. Juni
Stammpersonal am Standort: 180 Mitarbeiter


1976: 19. Juli
Baubeginn auf der damals größten Baustelle Europas
bis zu 4.000 Arbeiter gleichzeitig
Deutschlands höchster Kran (110 m)
12.000 Tonnen Stahl (entspricht dem Gewicht von
10.000 VW Golf)
100.000 Tonnen Beton (entspricht einer 20 cm dicken Mauer von Ulm bis Hannover)


1977: 9. September
Offizielle Eröffnung des Informationszentrums

1978: 30. Juni
Stammpersonal am Standort: 360 Mitarbeiter


1981: 13. November
Block B: Druckprobe des Reaktordruckbehälters


1982: 30. Juli
Block C: Druckprobe des Reaktordruckbehälters


1982: November
Block B: Druckprobe des Sicherheitsbehälters (Containment)


1983: 6. Juli
Block B: Eintreffen der ersten Brennelemente


1983: Juli
Block C: Druckprobe des Sicherheitsbehälters (Containment)

1983: 1. September
Block B: Heißtest (Befüllen und Erhitzen des Reaktordruckbehälters durch nicht-nukleares 300°C heißes Wasser bei 84 bar Druck)


1983: Dezember
Block B: Erste Fachkundeprüfung für das künftige verantwortliche Schichtpersonal in der Warte


1984: 16. Januar
Block C: Eintreffen der ersten Brennelemente


1984: Februar
Block C: Erste Fachkundeprüfung für das künftige verantwortliche Schichtpersonal in der Warte


1984: 9. März
Block B: Erste nukleare Kettenreaktion;
Beginn der „heißen“ Erprobungsphase mit Anfahren des Reaktors


1984: 16. März
Block B: Erstmals am öffentlichen Stromnetz und Einspeisung der ersten Kilowattstunde


1984: 28. April
Block B: Erstmaliges Erreichen der Volllast von 1.300 Megawatt


1984: 2. Mai
Block C: Heißtest (Befüllen und Erhitzen des Reaktordruckbehälters durch nicht-nukleares 300°C heißes Wasser bei 84 bar Druck)


1984: 1. Juni
Stammpersonal am Standort: 650 Mitarbeiter


1984: 3. Juni – 1. Juli
Block B: Offizieller Probebetrieb der Anlage


1984: 19. Juli
Block B: Offizielle Übernahme der Anlage vom Herstellerkonsortium Siemens-KWU / Hochtief; Beginn des kommerziellen Leistungsbetriebs

1984: 26. Oktober
Block C: Erste nukleare Kettenreaktion; Anfahren des Reaktors

1984: 2. November
Block C: Erstmals am öffentlichen Stromnetz und Einspeisung der ersten Kilowattstunde Strom


1984: 24. November – 22. Dezember
Block C: Offizieller Probebetrieb der Anlage


1985: 18. Januar
Block C: Offizielle Übernahme der Anlage vom Herstellerkonsortium Siemens-KWU / Hochtief; Beginn des kommerziellen Leistungsbetriebs

1985: 6. Mai
Offizielle Übernahmefeier für beide Blöcke mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß


1986: 22. September
Block B: Erster Abtransport von verbrauchten Brennelementen zur Wiederaufbereitung nach La Hague in Frankreich


1987: 2. März
Block C: Erster Abtransport von verbrauchten Brennelementen zur Wiederaufbereitung nach La Hague in Frankreich


1988: 1. Juli
Auftrag zur Errichtung eines Simulators in Essen zur Ausbildung und zum Training von Schichtleitern und Reaktorfahrern sowie zur Einübung unterschiedlichster Betriebszustände (bis dato Training am Brunsbütteler Simulator)


1990: 25. April
Blöcke B und C: Erzeugung der 100 Milliardsten Kilowattstunde Strom


1990: 18. Dezember
Auftrag zum Bau eines zusätzlichen Nachwärmeabfuhr- und Kühlwasser-Einspeisesystems incl. einer eigenen, zusätzlichen, unabhängigen Energieversorgung (ZUNA)


1992: 26. Mai
Erste Fernwärmelieferung aus dem Kernkraftwerk an die Gemeinde Gundremmingen


1992:
Block C: Ein Jahr ohne Unterbrechung am Stromnetz


1993: 26. Februar
Block C: 461 Tage ohne Unterbrechung am Stromnetz


1993: 23. April
Erstmals Trinkwasserversorgung der Gemeinde Gundremmingen aus Kraftwerksbrunnen


1993: Juni
Abschluss der ersten Sicherheitsanalyse der Siedewasserreaktoren B und C in Gundremmingen durch die GRS (Gesellschaft für Reaktorsicherheit)


1993: 13. Juli
Offizielle Fertigstellung des anlagenspezifischen Simulators in Essen für das Kernkraftwerk Gundremmingen


1993: 17. September
Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen dem russischen Kernkraftwerk Novovoronezh (südöstlich von Moskau und dem Kernkraftwerk Gundremmingen im Rahmen des „Twinning-(Partnerschafts-)Programms“ der EU zur Förderung des Internationalen Erfahrungsaustauschs


1994: 28. Januar
Offizielle Genehmigung zum Einsatz von MOX-Brennelementen in den Blöcken B und C


1994: 27. April
Eintreffen der ersten acht MOX-Brennelemente für die Blöcke B und C


1994: 1. Juli
Block B: Modernisierung und Wirkungsgradverbesserung der beiden Niederdruckturbinen auf die neue Leistung von 1.344 Megawatt (+ 34 MW)


1995: 1. Januar
Block C: Modernisierung und Wirkungsgradverbesserung der beiden Niederdruckturbinen auf die neue Leistung von 1.344 Megawatt (+ 34 MW)


1995: 9. April
Fertigstellung des zusätzlichen Nachwärmeabfuhr- und Kühlwasser-Einspeisesystems incl. einer eigenen, zusätzlichen, unabhängigen Energieversorgung (ZUNA)


1995 : 11. Juli
Erstmals Einsatz von MOX-Brennelementen in Block C und im Herbst in Block B


1995: 5. September
Block B: Erzeugung der 100 Milliardsten Kilowattstunde Strom

1995: Dezember
Abschluss der zweiten Sicherheitsanalyse der Siedewasserreaktoren B und C in Gundremmingen durch die GRS (Gesellschaft für Reaktorsicherheit)


1996: 5. Januar
Blöcke B und C: Erzeugung der 200 Milliardsten Kilowattstunde Strom

1996: 9. Mai
Block C: Erzeugung der 100 Milliardsten Kilowattstunde Strom


1997: 3. November
Letzter Abtransport von Brennelementen aus den Blöcken B und C zur Wiederaufbereitung nach La Hague (Frankreich) und Sellafield (England)


1998: 19. März
Erster Abtransport von drei neuartigen CASTOR-Behältern mit 156 verbrauchten Brennelementen aus den Blöcken B und C ins Zwischenlager Ahaus


1998: 19. August
Blöcke B und C: Erzeugung der 250 Milliardste Kilowattstunde Strom


2000: 27. November – 15. Dezember
Erstes WANO Peer Review der World Association of Nuclear Operators (Begutachtung der Anlage durch ein internationales Expertengremium aus anderen Kernkraftwerken)


2000: 28. Februar
Antrag auf Genehmigung eines Standortzwischenlagers für verbrauchte Brennelemente


2001: 11. Februar
Block B und C: Erzeugung der 300 Milliardsten Kilowattstunde Strom


2001: Juli
Block C: Einbau eines neuen Generatorständers


2002: 31. Dezember
Block C: Mit 10,825 Milliarden Kilowattstunden bestes Jahreserzeugungsergebnis seit Inbetriebnahme

2003: 31. Dezember
Blöcke B und C: Mit 21,469 Milliarden Kilowattstunden bestes Jahreserzeugungsergebnis des Standorts seit Inbetriebnahme


2004: 18. Juni
Eröffnung der neuen gewerblichen Ausbildungswerkstatt im ehemaligen Betriebsgebäude von Block A


2004: 28. Juni
Erteilung der Baugenehmigung für das Standortzwischenlager durch das Landratsamt Günzburg


2004: 23. August
Baubeginn zum Standortzwischenlager


2005: 7. – 18. April
Block B: Einbau einer modernisierten Prozessrechneranlage auf der Warte zur elektronischen Überwachung, Analyse und Archivierung der Betriebszustände


2005: 1. Juni
Block B: Erzeugung der 200 Milliardsten Kilowattstunde Strom


2005: 21. Juli
Arbeitssicherheits-Zertifizierung des Kernkraftwerks Gundremmingen nach OHRIS (Occupational Health- and Risk-Management System) durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz


2005: 5. Oktober
Übergabe des Arbeitssicherheits-Zertifikats durch Emilia Müller, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz


2005: 6. – 9. Oktober
Block C: Einbau einer modernisierten Prozessrechneranlage auf der Warte zur elektronischen Überwachung, Analyse und Archivierung der Betriebszustände


2006: 25. Januar
Qualitätsmanagement-Zertifizierung des Kernkraftwerks Gundremmingen nach DIN EN ISO 9001


2006: 13. – 21. März
Erfolgreiche Probeabfertigung (Kalthandhabung) eines CASTORs im Block C


2006: 15. Mai
Block C: Erzeugung der 200 Milliardsten Kilowattstunde Strom


2006: 15. – 16. Mai
Erfolgreiche Probeeinlagerung (Kalthandhabung) eines CASTORs im Standortzwischenlager

2006: 26. Juli
Offizielle Fertigstellung des Standortzwischenlagers


2006: 25. August
Offizielle Inbetriebnahme des Standortzwischenlagers nach Feststellung der Betriebsbereitschaft durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Einlagerung eines ersten CASTORs aus Block B mit 52 verbrauchten Brennelementen


2006: 19. September
Umweltmanagement-Zertifizierung des Kernkraftwerks Gundremmingen nach DIN EN ISO 14001


2006: 31. Dezember
Block C: Mit 11,052 Milliarden Kilowattstunden bestes Jahreserzeugungsergebnis seit Inbetriebnahme

Blöcke B und C: Mit 21,666 Milliarden Kilowattstunden bestes Jahreserzeugungsergebnis des Standorts seit Inbetriebnahme


2007: 9. März
Offizielle Eröffnung des modernisierten Informationszentrums durch Dr. Otmar Bernhard, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, im Rahmen des 22. Kraftwerksgesprächs

2007: 23. April – 11. Mai
Zweites WANO-Peer Review der World Association of Nuclear Operators (Begutachtung der Anlage durch ein internationales Expertengremium aus anderen Kraftwerken)


2007: 31. Dezember
Block B: Mit 11,053 Milliarden Kilowattstunden bestes Jahreserzeugungsergebnis seit Inbetriebnahme


2008: 16. Januar
Offizielle Inbetriebnahme der neuen Prozessrechneranlage im Gundremminger Kraftwerkssimulator in Essen


2008: 1. April
Endgültiges Gutachten zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ) der Blöcke B und C


2008: 31. Dezember
Mit 40 Auszubildenden höchste Ausbildungsquote seit Betriebsbeginn
Stammpersonal: 779 Mitarbeiter

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2009: 31. Januar
Blöcke B und C: Mit jeweils über 1,1 Milliarden Kilowattstunden bestes Monatserzeugungsergebnis Seit Inbetriebnahme

2009: 13. März
Offizieller Jubiläumsempfang zum 25-jährigen Betriebsjubiläum der Blöcke B und C mit Staatssekretärin Melanie Huml vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

 




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