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Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Gundremmingen im erfolgreichen Leistungstest

15.05.2008

Alarm in der Zentrale der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Gundremmingen. Die Brandmelder der Heizzentrale haben ausgelöst. Dichter Rauch; es brennt; zwei Mitarbeiter vor Ort werden vermisst, eine Heizdampfleitung ist Leck geschlagen. Zusätzlich müssen zwei Feuerwehrkameraden von der ersten Einsatzgruppe geborgen werden. Mehrere Löschgruppen mit schwerem Atemschutzgerät, davon eine in silbern beschichteten, feuerfesten Vollschutzanzügen dringen in die verqualmte Heizzentrale vor, um die Personen zu retten, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und die Leitung abzudichten.
Das alles geschieht unter den aufmerksamen Blicken der Kreisbrandinspektion Günzburg, die mit vier Mann die Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Gundremmingen intensiv auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Alle drei Jahre ist diese Inspektion fällig und gilt praktisch als Feuerwehr-Tüv. Dabei wird nicht nur Ausbildungsstand, Team- und Kommunikationsverhalten sowie die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehrgruppen genauestens unter die Lupe genommen, sondern auch Umfang und Pflegezustand der technischen Brandbekämpfungsausrüstung.
77 Mann zählt die Kraftwerkfeuerwehr, davon 28 Hauptberufliche. Alle haben die anspruchvollen medizinischen Tests, die jedes Jahr wiederholt werden müssen, erfüllt. 40 Mann, davon 12 Hauptberufliche, stellen sich der Inspektion, die anderen sind im normalen Brandschutz-Schichtbetrieb eingebunden.
„Wir sind unter anderem für fünf Feuerwehrfahrzeuge, darunter zwei Schaumlöschfahrzeuge, und über 250 Schläuche mit gut 5.600 Meter Gesamtlänge sowie 70 Atemschutzgeräte und acht gasdichte, chemikalienbeständige, feuerfeste, silberfarbige sogenannte Dampfschutzanzüge (Vollschutzanzüge) verantwortlich“, erklärt Georg Keller, stellvertretender Feuerwehrchef im Kernkraftwerk.
Die Männer müssen in zahlreichen auf das Jahr verteilten Übungen ihre volle Einsatzfähigkeit beweisen. Regelmäßig finden auch gemeinsame Trainings mit Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Dillingen und Günzburg statt. Neben einer abgeschlossenen gewerblich-technischen Berufsausbildung und körperlicher Belastungsfähigkeit müssen die hauptamtlichen Feuerwehrleute im Kernkraftwerk eine sechsmonatige Ausbildung bei einer Berufsfeuerwehr durchlaufen, während die nebenberuflichen Feuerwehrleute die Ausbildung für Freiwillige Feuerwehren absolvieren.
Nach den Prüfungsübungen bescheinigten Kreisbrandrat Robert Spiller, Kreisbrandinspektor Hubert Krimbacher sowie die beiden Kreisbrandmeister Walter Bayer und Erwin Berchtold der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Gundremmingen eine ansprechende Leistung dank eines hohen Ausbildungsstand und eine den Anforderungen angepasste, hervorragend gepflegte Ausrüstung.

 


Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2008

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