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„Kernig in die Zukunft“ – 1.800 Auszubildende demonstrieren in Biblis für Zukunftschancen in der Energiewirtschaft

04.09.2009

- Hessens Ministerpräsident Koch und RWE-Vorstandsvorsitzender Großmann Hauptredner auf der Abschlusskundgebung
- Rund 30 Auszubildende des Kernkraftwerks Gundremmingen waren in Biblis mit dabei

Unter dem Motto „Biblis – Kernig in die Zukunft“ haben heute rund 1.800 Auszubildende in Biblis demonstriert. Die Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretungen (GJAV) des RWE-Konzerns und der RWE Power hatten zu einem Solidaritätsmarsch vom Kernkraftwerk zum Kirchplatz aufgerufen, an dem sich auch Kollegen anderer Energieversorgungsunternehmen wie der EnBW (Energie Baden-Württemberg) beteiligten. Darunter waren auch rund 30 Auszubildende des Kernkraftwerks in Gundremmingen. „Für uns war es von vornherein klar: Hier machen wir mit. Denn das trifft nicht nur uns als Kernenergiestandort, sondern alle Kraftwerke“, erklärte Thorsten Reitmayer, stellvertretender Jugend- und Auszubildendenvertreter im Kernkraftwerk Gundremmingen und Delegierter des KGG in der GJAV. Gemeinsam nahmen sie an der Abschlusskundgebung teil, zu der die Jugendlichen den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und den RWE-Chef Dr. Jürgen Großmann als Hauptredner gewinnen konnten. Auch die Bürgermeisterin von Biblis, Dr. Hildegard Cornelius-Gaus, richtete ein Grußwort an die Demonstrierenden.

Die Auszubildenden kamen aus allen Bereichen der beteiligten Unternehmen: vom Vertrieb über Netze, erneuerbare Energien bis hin zu fossilen Energieträgern und der Kernenergie. Sie bildeten damit aber nicht nur den Energiemix ab. Sie setzten sich in Biblis auch vehement für eine Energieversorgung ein, die von unterschiedlichen Säulen getragen wird. „Wir fordern von der Politik Zukunftschancen und Arbeitsplätze in der Energiewirtschaft“, erläuterte Günter Reppien, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RWE Power. Das gelte natürlich insbesondere für junge Kolleginnen und Kollegen. Die Sicherung des bedrohten Kraftwerksstandorts Biblis und seiner 700 Arbeits- sowie 52 Ausbildungsplätze stand ebenfalls ganz weit oben im Forderungskatalog der Auszubildenden. Warum sie sich zu einer solch ungewöhnlichen Aktion entschieden haben, erläuterte Daniel Ullrich für die Auszubildenden bei RWE: „Wir stehen erst am Anfang unseres Berufslebens. Wir wollen arbeiten und etwas leisten – nicht dem Staat zur Last fallen. Aber: Man muss uns lassen.“ Darauf wollten die Azubis in Biblis aufmerksam machen und ein Zeichen setzen. „Unserer Arbeit wird langsam, aber sicher der Boden entzogen. Kohle und Kernkraft, und damit ein Großteil unseres Geschäfts, sind bedroht“, hob Matthias Dürbaum von der RWE Power hervor. Und weiter: „In unserer Gesellschaft herrscht ein immer feindlicheres Klima gegenüber industriellen Großprojekten. Das verhindert Investitionen und vernichtet Arbeitsplätze.“


Ministerpräsident Koch: „Nicht aus reiner Ideologie eine Technologie aufgeben“

„Die große Zahl von jungen Menschen, die hier für ihre Zukunft demonstrieren, ist ein gutes Zeichen. Das zeigt, dass sie sich aktiv in eine gesellschaftliche Diskussion einbringen wollen, die in der Öffentlichkeit meist nur sehr einseitig geführt wird“, sagte Hessens Ministerpräsident Roland Koch. „Denn klar ist: Auf absehbare Zeit kann ein Industrieland wie Deutschland nicht auf Strom aus Kernenergie verzichten, ohne dabei wirtschaftlich zurückzufallen. Vor allem ergibt es keinen Sinn, aus reiner Ideologie heraus eine Technologie aufzugeben, die uns noch viele Jahre mit sauberem und günstigem Strom versorgen könnte. Dass die Kraftwerksbetreiber dabei in höchstem Maße auf Sicherheit und Transparenz bedacht sein müssen, ist eine Selbstverständlichkeit.“

RWE-Chef Großmann hebt Engagement der Auszubildenden hervor

Auch Dr. Jürgen Großmann hob das Engagement der Auszubildenden hervor: „In Deutschland scheint es Mode zu werden, gegen alles zu sein. Umso mehr begrüße ich, dass sich aktive junge Leute hier konstruktiv in die Energiedebatte einmischen. Es geht schließlich um ihre Zukunft.“ Auch in der Sache lägen die Auszubildenden richtig: „Viele Jugendliche sind entschieden für die Kernenergie. Deutschland braucht Nuklearkraftwerke in seinem Energiemix. Sie sind weitgehend CO2-frei, produzieren zuverlässig Strom, dämpfen den Preis und mindern unsere Importabhängigkeit“, so der RWE-Vorstandsvorsitzende.


Für Presserückfragen:
Daniel Ullrich, Vorsitzender Konzern Jugend- und Auszubildendenvertretung
Matthias Dürbaum, Vorsitzender
Gesamtjugendauszubildendenvertretung RWE Power AG
Telefonisch zu erreichen unter 0201-12 23984

 

Rund 30 Auszubildende des Kernkraftwerks Gundremmingen, begleitet vom Betriebsratsvorsitzenden Heinz-Günter Daum (Mitte) und dessen Stellvertreter Dieter Manßhardt (ganz links), unterstützten ihre RWE-Azubi-Kollegen aus den anderen Konzernstandorten in Biblis, um für den Erhalt ihrer beruflichen Perspektiven und eine Laufzeitverlängerung der sicheren deutschen Kernkraftwerke zu demonstrieren.
Foto: Gesamtjugend- und Ausbildungsvertretungen des RWE, 2009
Thorsten Reitmayer, stellvertretender Jugend- und Auszubildendenvertreter im Kernkraftwerk Gundremmingen und Delegierter des KGG in den Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung der RWE (linker Träger des blauen Gesamtjugend- und Auszubildenden-Transparents) war mit rund 30 KGG-Azubis zu Unterstützung des Solidaritätsmarschs von 1.800 RWE-Azubis nach Biblis gefahren.
Foto: Gesamtjugend- und Ausbildungsvertretungen des RWE, 2009

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