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Kernkraftwerk Gundremmingen: Block C nach Revision

28.10.2009

Seit dem 26. Oktober 2009 befindet sich Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen nach Beendigung der Revisionsarbeiten im Anfahrbetrieb, der von dem vorgeschriebenen Inbetriebnahmeprogramm begleitet wird. Der Block wird nach derzeitiger Planung bis zum Wochenende den Volllastbetrieb erreichen.

Der 1.344-Megawatt-Block wurde in der vierwöchigen Revision umfangreichen Prüfungen und Modernisierungen unterzogen. Für den kommenden 24. Betriebszyklus sind unter anderem 124 neue Brennelemente in den Reaktor eingesetzt worden. Dazu verstärkten rund 1.500 Experten von rund 150 Servicefirmen die Kraftwerksmannschaft. Gemeinsam erledigten sie über 4.800 Arbeitsaufträge.

Umfangreiche Funktionsprüfungen wurden durchgeführt. Dabei wurde in einem Fall eine Funktionsstörung an einem Notstromdiesel festgestellt. Im Rahmen des Wiederanfahrens kam es bei Einstellarbeiten am Speisewassersystem zu einer Reaktorschnellabschaltung (RESA). Die Anlage, die sich bei der RESA auslegungsgemäß verhalten hat, hatte zu diesem Zeitpunkt 15 Prozent Leistung erreicht. Beide Vorkommnisse, die auch im Internet veröffentlicht sind, wurden gemäß den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (Normal) eingestuft. Nach der internationalen INES-Skala sind sie der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.

Bei der Revision wurden unter anderem Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der Turbine vorgenommen. Zudem mussten rund 800 Prüfprogramme absolviert werden. Zusätzlich wurden Empfehlungen aus der Periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ) umgesetzt. Die Ergebnisse der PSÜ sind auf den Internetseiten des Kernkraftwerks veröffentlicht.

Die Arbeiten an sicherheitstechnisch relevanten Einrichtungen haben bis zu 50 unabhängige Sachverständige und Gutachter des TÜV Süd sowie Vertreter der Aufsichtsbehörde überwacht und geprüft.
Für die diesjährige Revision mit Brennelementwechsel wurden etwa 30 Millionen Euro aufgewendet, bei der Auftragsvergabe wurden auch zahlreiche Betriebe aus der Region berücksichtigt.




Das Kernkraftwerk Gundremmingen im bayerisch-schwäbischen Landkreis Günzburg ist eine Doppelblockanlage mit zwei Siedewasser-Reaktoren à 1.344 Megawatt Nennleistung. Damit ist Gundremmingen seit 1984 der größte Kernkraftwerksstandort in Deutschland. Die Kraftwerksanlage gehört zu 75 Prozent der RWE Power AG, Essen, und zu 25 Prozent der E.ON Kernkraft GmbH, Hannover. Pro Jahr werden am Standort rund 21 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht dem Jahresstrombedarf von rund 6.000.000 Privathaushalten und erspart Bayern Tag für Tag gut 57.500 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Die CO2–Vermeidung durch den Betrieb der beiden Blöcke entspricht in etwa dem CO2–Ausstoß von 8.000.000 Fahrzeugen der Golfklasse pro Jahr.

 




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