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Der weltweiten nuklearen Sicherheit verpflichtet: Sechs Safeguards der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA auf Ausbildungskurs im Kernkraftwerk Gundremmingen

21.05.2010

• Gundremmingen unterstützt seit 18 Jahren die Ausbildung der IAEA

Im Rahmen ihrer Inspektorenausbildung waren dieser Tage wieder sechs junge Nachwuchsinspektoren, sogenannte „Safeguards“, der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) der Vereinten Nationen (UNO) in Wien im Kernkraftwerk Gundremmingen zu Gast. Ziel der Ausbildung von IAEA-Inspektoren ist es, global die Sicherheit kerntechnischer Anlagen zu verbessern und die lückenlose Überwachung des Lebenswegs von Kernbrennstoffen und spaltbarem Material weltweit sicherzustellen. Die fast einjährige Zusatzausbildung nach einem naturwissenschaftliche Studienabschluss ist speziell für Teilnehmer aus Staaten ohne eigene Nukleartechnik zugeschnitten, damit gerade auch solche Länder IAEA-Inspektoren entsenden können. Der deutsche Part des IAEA-Trainéeship-Program umfasst insgesamt zehn Wochen und wird durch das Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt des Forschungszentrums Karlsruhe betreut.

Die zwischen 26 und 34 Jahre alten Chemiker, Ingenieure und Physiker aus Bangladesch, Indonesien, Jordanien, Myanmar (ehemaliges Burma bzw. Birma), Weißrussland und Uganda erhielten während ihres einwöchigen Intensivseminars in Gundremmingen umfassende Informationen zur Siedewasser-Reaktortechnologie und der Netzeinbindung des leistungsstarken Standortes in das deutsche Stromversorgungssystem. Workshops mit Mitarbeitern des Kraftwerks und Begehungen aller Anlagenteile ermöglichten den
IAEA-Trainées detaillierte Einblicke in die Sicherheitsphilosophie und -kultur für den Anlagenbetrieb, in Schulung und Ausbildung der Betriebsmannschaften sowie in alle betrieblichen Abläufe. „Es macht uns schon ein Stück weit stolz, dass unser Kernkraftwerk seit 18 Jahren fester Bestandteil der Ausbildung von Safeguards ist“, freute sich Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen. Auch in Zukunft wird Deutschlands größter Siedewasserreaktorstandort sein Know-how der Ausbildung von IAEA-Mitarbeitern zur Verfügung stellen.

 

Erfolgreiches Ausbildungs- und Ausbilderteam (v. l): Raed Sulieman Talab Majali - Physiker aus Jordanien, Mamunur Raschid - Nuklearphysiker aus Bangladesch, Hubert Reisinger - Leiter Instandhaltung Elektrotechnik des Kernkraftwerks Gundremmingen, Dr. Natallja Yarmolenka - Radiochemikerin aus Weißrussland, Dr. Helmut Bläsig - technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen, Susilaningsih Lestari - Chemikerin und Sicherheitsingenieurin aus Indonesien, Dieter Schrammel - Lehrgangsbetreuer vom Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt des Forschungszentrums Karlsruhe, Phyo Sandar Zaw - Nuklearingenieurin aus Myanmar (ehemaliges Burma bzw. Birma), Franz Wagner - Safeguard-Betreuer und Schichtleiter-Ausbilder im Kernkraftwerk Gundremmingen, Cynthia Ayero - Ingenieurin aus Uganda, Heinrich Töpner - Ausbildungsleiter für technisches Kraftwerkspersonal im Kernkraftwerk Gundremmingen, und Alexander Strehle, Schichtleiter im Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen.
Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2010

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