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Waldohreule und Turmfalke gestrandet

01.06.2010

• Kernkraftwerk Gundremmingen als geschätzte Jausenstation
• Werkfeuerwehr kümmert sich um erschöpfte Raubvögel
Mit dem Frühlingserwachen steigert sich auch die Unternehmenslust mancher Raubvögel, so dass sie bisweilen in ihrem jugendlichen Leichtsinn ihre Kräfte überschätzen. Dann bietet sich das Gelände des Kernkraftwerks Gundremmingen als willkommener und vor allem sicherer Rastplatz an. Vielleicht hat sich unter den „Tieffliegern“ herumgezwitschert, dass die Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks kompetente Ansprechpartner für erschöpfte oder verletzte Raubvögel hat. Einer von Ihnen ist Feuerwehrmann Franz Schuster aus Aislingen-Rieder, Jäger und vielfach erfahren mit Wildtieren aller Art. Vor kurzem war wieder seine Geschicklichkeit gefragt: Ein ungestümer, noch Jagd unerfahrener Turmfalken-Teenager war völlig erschöpft und halb verhungert auf einer der Rasenflächen im Kraftwerksgelände gestrandet. Wenige Tage vorher hatte sich schon eine vor Erschöpfung flugunfähige, aber unverletzte Waldohreule zwischen die Sicherheitszäune des Kraftwerks geflüchtet. Feuerwehrkollege Dieter Wengenmayr nahm sich mit ruhigem Händchen, gutem Zureden und geschickten Handgriffen des ausgewachsenen Nachtjägers an. Beide Tiere brachten die Werkfeuerwehrmänner in fachmännische Obhut des Greifvogelparks Haldenwang-Konzenberg im Landkreis Günzburg, wo die Raubvögel wieder aufgepäppelt und dann freigelassen werden.

Im Greifvogelpark konnte Franz Schuster auch ein glückliches Wiedersehen mit dem „Österreicher“ feiern: Vor zwei Jahren hatte sein Werkfeuerwehrkollege Siegbert Keller den in Österreich ausgebüchsten Jagdfalken aus dem Kraftwerkszaun geholt, in dem sich das Tier mit seiner Langfessel am Fuß verheddert hatte. Heute ist der „Alpenländer“ einer der Stars im Greifvogelpark Konzenberg. Nach seiner Genesung in der Münchner Veterinärklinik wurde das Raubvogelrefugium die neue Heimat des Jagdfalken, der Jung und Alt regelmäßig mit Flugvorführungen begeistert.

 

Noch leicht verunsichert über die Sicherungsverwahrung bei der Werkfeuerwehr kauerte sich der halbverhungerte Turmfalkenjüngling in die Transportbox, mit dem das edle Tier nach seiner Notlandung auf einer Rasenfläche im Kernkraftwerk Gundremmingen zur Regeneration in den Greifvogelpark Haldenwang-Konzenberg bei Burgau im Landkreis Günzburg transportiert wurde.
Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2010
Der Schreck über den Notlandeplatz zwischen den Sicherheitszäunen des Kernkraftwerks Gundremmingen stand der schönen Waldohreule noch ins Gesicht geschrieben, als die Werkfeuerwehr das ausgewachsene Tier zur Genesung in den Greifvogelpark Haldenwang-Konzenberg bei Burgau im Landkreis Günzburg überstellte.
Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2010

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