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Kernkraftwerk Gundremmingen: Werkfeuerwehr und Nachbarwehren trainieren im „Fire Dragon“

21.06.2010

Man packe Hitze, Flammen, Nebelwerfer und einen versierten Trainer der Braunschweiger Berufsfeuerwehr in einen feuerfesten Stahlblech-Container, bekannter unter dem Namen Fire Dragon, – und fertig ist ein Schreckensszenario selbst für gestandene Feuerwehrleute. Bei Temperaturen bis zu 650 Grad übten die über 70-Mann-starke Werkfeuerwehrtruppe des Kernkraftwerks Gundremmingen sowie die 40 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Gundelfingen, Lauingen, Dillingen und Aislingen. Die höllisch-heißen Übungseinheiten im Brandübungs-Container gingen über mehrere Tage. Sie sind für die Freiwilligen Feuerwehren ein kostenloses Übungsangebot; für die Werkfeuerwehrleute ist die Teilnahme obligatorisch.

Mit Hilfe von sechs Brandstellen und drei Nebelgeneratoren wurden im Fire Dragon beliebige Brandszenarien mit und ohne Personenrettung simuliert. Vor allem die durch eine plötzliche Sauerstoffzufuhr in einen Schwelbrand erzeugte Rauchgasdurchzündung, der Flash over, wird von Feuerwehrleuten gefürchtet. Eine intensive Vorbereitung für den Eventualfall ist deshalb so wichtig.

Pro Übungsdurchgang kämpften sich je zwei Feuerwehrmänner in voller Montur und mit schwerem Atemschutz unter Zuhilfenahme einer Wärmebildkamera durch verqualmte Finsternis. Gesichert wurden sie von zwei weiteren Kollegen, die auch den Schlauch nachführen, der sich durch den Wasserdruck von ca. acht Bar nur noch schwer mitschleppen lässt. „Im Container leiden die Brandbekämpfer nicht nur unter der großen körperlichen Belastung, sondern auch unter einem enormen psychischen Druck, um eventuell aufkommende Panikgefühle unter Kontrolle zu halten“, erklärt Markus Lanzerath, Chef der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Gundremmingen. „Nach der viertelstündigen Übungseinheit sind die Feuerwehrleute körperlich stark beansprucht. Sinn der Übungen ist daher sowohl eine Standortbestimmung für jeden Teilnehmer zur körperlichen und mentalen Fitness als auch für die Wehren als Team in Hinblick auf den Brandbekämpfungsprozess“, so Lanzerath weiter. Nach jedem simulierten Einsatz folgte direkt die Fehleranalyse – enorm wichtig für den Lerneffekt. „Gerade für unsere Nachwuchskräfte ist es wichtig, die Macht des Feuers hautnah kennen zu lernen“, waren sich die Ausbildungsverantwortlichen und Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren einig, „deshalb sind wir dem Kernkraftwerk für solche Übungseinheiten recht dankbar.“

 

Das Treppenhaus brennt lichterloh; die Gasuhr mit Abstellhahn (li) arbeitet als blaue Autogenschweißflamme. Ein Team der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Gundremmingen muss unter schwerem Atemschutz und in voller Montur mit Hilfe einer Wärmebildkamera binnen kürzestmöglicher Zeit eine Personenrettung schaffen und den heißen Einsatz mit dem Satz
Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2010

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