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Kernkraftwerk Gundremmingen: Block B wird zur Jahresrevision mit Brennelementwechsel abgefahren • Arbeiten beginnen Sonntagnacht und dauern bis Anfang August

25.06.2010

Der 1.344-Megawatt-Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen wird am kommenden Sonntagabend, 27. Juni 2010, zur Jahresrevision mit Brennelementwechsel abgefahren. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Revisions- und Modernisierungsarbeiten bis Anfang August beendet sein. In dieser Zeit wird auch über ein Fünftel der Brennelemente im Reaktorkern ausgetauscht. Bei den umfangreichen Arbeitsprogrammen wird die Kraftwerksbelegschaft von rund 1.650 Fachkräften externer Dienstleister unterstützt. Über 40 unabhängige Sachverständige und Gutachter prüfen und überwachen im Auftrag der Aufsichtsbehörde die Arbeiten an sicherheitstechnisch relevanten Einrichtungen.
Die mehrere tausend Arbeitsaufträge umfassen neben hunderten Wiederkehrenden Prüfungen, Inspektions- und Prüfprogrammen an Rohrleitungen, Armaturen, Ventilen, Elektromotoren, Schaltern etc. auch das Öffnen einer der beiden Niederdruckturbinen sowie erstmals das hydraulische Anheben des rund 50 Meter lagen Reaktor-Speisewasserbehälters zum Austausch der Gummidämpfer. Im Zentrum der Arbeiten stehen auch Modernisierungsmaßnahmen: unter anderem soll der Umbau einer von vier Kondensatreinigungsstraßen des Blocks B sowie der Leittechnik für eine der Nebenwarten abgeschlossen werden. Zur Verbesserung der Infrastruktur für das zusätzliche Personal während der Revisionswochen wurden fast 60 neue Container, die der aktuellen Energieeinsparverordnung genügen, mit 40 Büroarbeitsplätzen, mehreren hundert Spinden sowie moderner Sanitärausstattung aufgebaut.

„Seit Juli 2009 hat Block B sicher, zuverlässig und umweltfreundlich 10,9 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Der konstante Betrieb von Block B leistete so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, in dem die Freisetzung von fast elf Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre verhindert wurde“, erklärte Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer des Kraftwerks. Und weiter:„Die deutschen Kernkraftwerke insgesamt tragen mit jährlich fast 140 Millionen Tonnen Kohlendioxidvermeidung sehr zur Schonung unseres Klimas bei – auf diesen Anteil am Klimaschutz sollten wir nicht einfach verzichten.“

 




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