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Kernkraftwerk Gundremmingen: Neues Schichtleiter-Sextett mit Top-Noten

03.08.2010

Trotz Sommerzeit haben fünf junge Diplom-Ingenieure und ein Meister aus den Landkreisen Dillingen, Günzburg und Neu-Ulm einen kühlen Kopf bewahrt und die höchst anspruchsvolle Ausbildung zu Schichtleitern und Schichtleitervertretern des Kernkraftwerks Gundremmingen erfolgreich abgeschlossen. Mit überdurchschnittlichen Ergebnissen bei der offiziellen Fachkundeprüfung hat das Sextett nun die behördliche Lizenz zum Steuern des Kraftwerks erhalten. Jeder von ihnen musste sich einer Prüfungskommission, bestehend aus Vertretern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit, der Gesellschaft für Reaktorsicherheit, des TÜV Süd sowie des Kernkraftwerks Gundremmingen stellen, die das Anlagenverständnis der angehenden Schichtleiter sowie ihr Verhalten in außergewöhnlichen Situationen bewertete. „Das Besondere an dieser Ausbildungsgruppe ist, dass sie diese Ausbildung als Grundlage für ihre weiteren Aufgaben im Bereich Technik des Kraftwerks durchlaufen durfte“, erklärt Dr. Helmut Bläsig in seiner Doppelfunktion als Prüfer und technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen.
Die Ausbildung findet zeitweise parallel zum Berufsalltag als eine Art "Training on the Job" statt, wie Ausbildungsleiter Heinrich Töpner es nennt, und dauert zunächst drei Jahre. Bis dann ein Diplom-Ingenieur als alleinverantwortlicher Schichtleiter 1 einen Kraftwerksblock steuern darf, sind weitere ein bis zwei Jahre Praxisarbeit auf der Schicht in der Leitwarte nötig. Während der Ausbildung werden die Nachwuchskräfte zum einen in der Warte eingesetzt, zum anderen lernen sie die Funktionsweise der gesamten Anlage kennen und machen sich genauestens mit den Vorschriften vertraut. Neben der Ausbildung im Kraftwerk ist auch die Fachkundeschulung über die Grundlagen der Kernphysik an der Fachhochschule Ulm und Trainingswochen im Kraftwerkssimulator obligatorisch. "In Essen haben wir einen Simulator, der die Anlagendynamik unseres Siedewasserreaktors eins zu eins widerspiegelt. Dadurch können wir uns auch auf Betriebssituationen vorbereiten, so dass diese dann im Ernstfall ruhig und professionell bearbeitet werden", erklärt Töpner weiter.
„Jeder unserer neuen Schichtleiter oder Schichtleitervertreter leistet seinen unmittelbaren Beitrag zum sicheren Betrieb des Kernkraftwerks Gundremmingen. Auch kann das in der Ausbildung erworbene, umfassende Anlagenverständnis das gegenseitige Verständnis zwischen den Technikern und praxisbezogenen Schichtleitern stärken. Über den Tellerrand zu blicken, hat sich noch immer bewährt“, freut sich Bläsig über die hohe Qualifikation seiner Mitarbeiter.“

 

Eine rund um gelungene Prüfung mit ausgezeichneten Ergebnissen bestätigte die Prüfungskommission dem erfolgreichen Schichtleiter-Sextett v.l.n.r.: Andreas Kraus aus dem Landkreis Dillingen, Bernhard Schuler, aus dem Landkreis Günzburg, Frank Schwichtenberg aus dem Landkreis Neu-Ulm, Thomas Heidel aus dem Landkreis Dillingen, Thomas Schäffer und Pierre Voto, beide aus dem Landkreis Günzburg.

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