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Kernkraftwerk Gundremmingen: Block B wieder am Netz • Rund 50 Millionen Euro für Modernisierung und Instandhaltung investiert

13.08.2010

Mit dem Anfahren des 1.344-Megawatt-Blocks B des Kernkraftwerks Gundremmingen ist die diesjährige Revision am vergangenen Montagabend offiziell beendet worden. Parallel zum Hochfahren wurden zahlreiche Prüf- und Inbetriebsetzungsprogramme abgearbeitet, darunter auch die alle zwei Jahre vorgeschriebene, geplante manuelle Reaktorschnellabschaltung am Mittwoch. Die Reaktorschnellabschaltung verlief erfolgreich. An einem Messsystem, das nur beim Anfahrvorgang benötigt wird, musste zum Wiederanfahren anschließend eine Schwergängigkeit behoben werden. Dadurch verzögerte sich der Startvorgang um einen Tag auf gestern Abend.

„Alle sicherheitstechnischen relevanten Arbeiten wurden durch über 40 unabhängige Sachverständige des TÜV Süd geprüft und bewertet“, erklärt Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen. “Für uns hat die Qualität der Arbeiten und somit die Sicherheit der Anlage oberste Priorität. Hier geht Sorgfalt vor Schnelligkeit.“ Schon zu Beginn der Arbeiten hatte das Kraftwerk im Rahmen eines Pressegesprächs und im Internet auf die besonderen Herausforderungen der Revision, bei der zudem umfangreiche Modernisierungen anstanden, hingewiesen. „Uns ist es wichtig, die Öffentlichkeit transparent und umfassend zu informieren“, so Bläsig weiter.

Im Rahmen der knapp siebenwöchigen Revision mussten mehr als 5.500 Arbeitsaufträge abgearbeitet werden mit fast 1.000 wiederkehrenden Prüfungen, Inspektions- und Prüfprogrammen an Rohrleitungen, Armaturen, Ventilen, Elektromotoren und Schaltern. Wesentliche Schwerpunkte der Modernisierung waren der Umbau einer von vier Kondensatreinigungsstraßen und die Umstellung der Leittechnik für eine der Nebenwarten auf digitale Technik. Zur Bewältigung aller anstehenden Arbeiten und Aufgaben unterstützten rund 1.650 Mitarbeiter von über 160 Fachfirmen das Gundremminger Kraftwerksteam. „Für das Gesamtpaket Modernisierungs- und Jahresrevision in Block B einschließlich Brennelementwechsel haben wir rund 50 Millionen Euro aufgewendet“, verdeutlicht Christoph Quick, kaufmännischer Geschäftsführer, die wirtschaftliche Dimension. Er betont: „Bei der Auftragsvergabe wurden wann immer möglich Betriebe aus der Region berücksichtigt.“

Am Wochenende wird Block B die volle Leistung erreichen.
Da zu diesem Zeitpunkt an Block C mehrere Wiederkehrende Prüfungen vorzunehmen sind, so wie im Jahresprüfprogramm vorgeschrieben, wird die Stromproduktion hier vorübergehend gedrosselt.

 




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