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Kernkraftwerk Gundremmingen: Zwei defekte Brennelemente in Block B lokalisiert

05.11.2010

Im derzeit abgeschalteten Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen ist die Untersuchung des Reaktorkerns abgeschlossen. Im Rahmen eines so genannten Sipping-Verfahrens wurden von insgesamt 784 getesteten Brennelementen zwei als schadhaft lokalisiert. Eine detaillierte Schadensanalyse wird in einigen Monaten vorliegen. Vorläufig wurde das Vorkommnis entsprechend dem deutschen Meldesystem der Kategorie N (normal) bzw. nach der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet. Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.

Bei den betroffenen Brennelementen geht es um zwei unterschiedliche Typen. In einem Fall könnte es sich bei dem aufgetretenen Defekt um einen konstruktions- oder fertigungsbedingten Fehler handeln. Aus diesem Grund wird die komplette Charge (40 Stück) vorsorglich ausgetauscht. Im anderen Fall ist ein Einzelfehler aufgetreten, wobei aus reaktorphysikalischen Gründen eine komplette Vierergruppe gewechselt werden muss. Insgesamt werden 52 Brennelemente aus dem Reaktor ausgeladen und durch 12 neue sowie 40 bereits benutzte aus dem Lagerbecken ersetzt.

Durch die umfangreichen Arbeiten wird sich der Anfahrtermin von Block B voraussichtlich auf Anfang der 46. Kalenderwoche verschieben.

 




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