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Kernkraftwerk Gundremmingen: Start ins neue Jahr mit der 250-milliardsten Kilowattstunde in Block C

27.01.2011

• Rückblick auf 2010: Modernisierungsprogramm fortgeführt – Zahl der Arbeitsplätze leicht erhöht – Region profitiert vom hohen Investitionsvolumen des Kraftwerks

Prima Start ins neue Jahr: Am 22. Januar zeigte der Stromzähler von Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen die 250-milliardste Kilowattstunde an. „Das ist ein Grund zum Feiern für unsere Belegschaft“, betont der technische Geschäftsführer Dr. Helmut Bläsig. „Kontinuierliche Investitionen in die Anlage und vor allem das große Engagement unserer Mitarbeiter haben diesen Erfolg ermöglicht.“ Bereits im Juli vergangenen Jahres hatten die beiden Blöcke B und C gemeinsam die 500-Milliarden-Kilowattstunden-Marke erreicht. Mit dieser CO2-frei produzierten Strommenge könnte man alle deutschen Haushalte vier Jahre lang mit Strom versorgen. Der Anteil des Kernkraftwerks Gundremmingen an der Stromproduktion in Bayern liegt bei knapp 30 Prozent. „Das vergangene Jahr wurde durch die Diskussion über das Energiekonzept der Bundesregierung geprägt“, hebt Christoph Quick, kaufmännischer Geschäftsführer des Kraftwerks, hervor. „Die gesamte Mannschaft am Standort hat sich natürlich darüber gefreut, dass die Laufzeiten für unsere Blöcke verlängert worden sind. Das ist für uns Ansporn, als Partner der Erneuerbaren flexibel und sicher zur Stromerzeugung beizutragen.“

Block C erzielte 2010 mit 10,9 Milliarden Kilowattstunden Strommenge das zweitbeste Produktionsergebnis seit Inbetriebnahme; nur 2006 lag der Wert mit 11,1 Milliarden Kilowattstunden etwas höher. Die Produktionsmenge von Block B fiel durch die große Revision mit 10 Milliarden Kilowattstunden erwartungsgemäß niedriger aus. Neben dem Brennelementwechsel stand die kontinuierliche Anlagenmodernisierung im Mittelpunkt der Arbeiten. Schwerpunkte waren die Umstellung auf digitale Leittechnik und die Modernisierung einer Kondensatreinigungsstraße, die als Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen wurde. In den kommenden Jahren ist die Übertragung auf die sieben weiteren Kondensatreinigungsstraßen der Blöcke B und C vorgesehen.

Zahl der Arbeitsunfälle so niedrig wie noch nie

2010 war die Zahl der Arbeitsunfälle so gering wie nie. Maßstab ist der branchenüber-greifend verwendete Index LTIF („lost time incident frequency“), der die Zahl der Unfälle zu einer Million geleisteten Arbeitsstunden in Relation setzt. Für die eigenen Mitarbeiter lag der Wert bei 0,8. 2009 wurden 2,3 registriert. Für die Mitarbeiter von Partnerfirmen sank der Wert von 3,1 in 2009 auf 2,8 im vergangenen Jahr. „Die Zahlen zeigen: Unsere Anstrengungen im Bereich der Prävention greifen“, freut sich Bläsig. „Darauf ruhen wir uns nicht aus. Wir werden weiter intensiv daran arbeiten, noch besser zu werden.“

Aktivitätsgrenzwerte deutlich unterschritten

Die zulässigen gesetzlichen Jahresgrenzwerte für Aktivitätsabgaben hat das Kernkraftwerk Gundremmingen 2010 erneut deutlich unterschritten. Der Jahresdurchschnitt der natürlichen und zivilisatorischen Strahlenexposition beträgt in Deutschland 4 Millisievert. Dieser Wert ist durch den Kraftwerksbetrieb für die Anwohner in der Region um rechnerisch ermittelte 0,005 Millisievert erhöht worden.

KGG als wichtiger Arbeit- und Auftraggeber

Leicht erhöht hat sich die Zahl der direkt vom Kernkraftwerk Gundremmingen beschäftigten Mitarbeiter im vergangenen Jahr. Sie stieg von 830 auf 839. Hinzu kamen weitere 375 Mitarbeiter von Partnerfirmen, die permanent im Kraftwerk arbeiteten, sowie rund 1.000 Arbeitsplätze in der Region, die mittelbar vom Betrieb des Kraftwerks abhängen. „Wir sind ein starker Partner der Region“, erläutert Christoph Quick. „Und das wollen wir auch in Zukunft bleiben“. Wichtiger Beleg: Das Auftragsvolumen, das an die regionale und überregionale Wirtschaft vergeben wird, hat sich 2010 gesteigert, von 155,3 Millionen Euro im dreijährigen Durchschnitt (2009) auf 161,9 Millionen Euro. Einen besondereren Fokus legt das Kraftwerk auch auf Aus- und Weiterbildung der Belegschaft. Aktuell werden 42 junge Menschen in sechs Berufsfeldern ausgebildet. 2011 sind 30 Einstellungen geplant. Zusätzlich werden im September 13 neue Auszubildende bei KGG ins Berufsleben starten.

 

Am 22. Januar 2011 erzeugte Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen die 250-milliardste Kilowattstunde seit der Inbetriebnahme. Auf der Schaltwarte des Blockes C (v.l.n.r.): Anton Failer (Betriebsratsvorsitzender), Wolfgang Launer (Blockleiter C), Gerhard Hackel (Fachbereichsleiter Produktion), Dr. Helmut Bläsig (technischer Geschäftsführer). Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen.

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