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26. Kraftwerksgespräch unter besonderen Vorzeichen

20.03.2011

• KGG bilanziert das Jahr 2010 und gibt Ausblick auf 2011
• Ereignisse in Japan bestimmen die Gespräche
• KGG-Experten informieren über die Sicherheit am Standort Gundremmingen

Mehr als 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheits- und Bildungswesen sowie Kultur und Medien sind der Einladung des Kernkraftwerks Gundremmingen zum 26. Kraftwerksgespräch gefolgt. In den Räumen der Bayerischen Verwaltungsschule in Lauingen stellten die beiden Geschäftsführer des Kraftwerks, Dr. Helmut Bläsig und Christoph Quick, die technische und betriebliche Bilanz des Jahres 2010 vor und gaben einen Einblick in die Planungen für 2011. So wird Block B im Mai zur Revision mit Brennelementwechsel abgefahren; Ende September folgt Block C. Dabei wird das laufende Programm zur Anlagenmodernisierung weiter fortgesetzt.

Bestimmendes Thema des Abends waren die Ereignisse in Japan. „Wir sind tief betroffen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen vor Ort“, so Dr. Helmut Bläsig. Auch der Standort Gundremmingen steht weiterhin für Hilfeleistungen für den japanischen Kraftwerksstandort Fukushima bereit. Das Kernkraftwerk Gundremmingen hat bereits eine Charge Jodtabletten nach Japan geliefert und die Abgabe von Bor angeboten, das zur Unterbindung der Kettenreaktion bei Brennelementen dient.

Auch wenn so gewaltige Katastrophen wie in Japan auf Deutschland nicht zu übertragen sind, wurde bereits bei der Konstruktion und dem Bau des Kernkraftwerks Gundremmingen auch eine mögliche Erdbebengefahr berücksichtigt. Bläsig erläuterte den Zuhörern die Sicherheitsauslegung der Kraftwerksblöcke Gundremmingen B und C. Pro Block stehen sechs Notstromdiesel zur Verfügung. Auch beim unwahrscheinlichen Ausfall aller Notstromsysteme ist in Gundremmingen die stromunabhängige Wasserbespeisung der Reaktoren über Druckbehälter oder durch mobile Pumpen gewährleistet. „Das zeigt, dass unser Kraftwerk auf höchstem Sicherheitsniveau arbeitet und es daher keine Veranlassung gibt, die Laufzeitverlängerung in Frage zu stellen“, unterstrich Bläsig.

Im Anschluss stellte Jörg Kerlen, Leiter regionale Kontakte bei RWE Power, den Gästen die Ziele und Planungen des Energiekonzepts vor, das die Bundesregierung im vergangenen Herbst beschlossen hat. Dabei hob er die Flexibilität der Kernkraftwerke hervor, mit der sich die stark schwankende Einspeisung aus den Erneuerbaren Energien CO2-frei ausgleichen lasse.

 

Christoph Quick (kaufmännischer Geschäftsführer), Dr. Helmut Bläsig (technischer Geschäftsführer) und Jörg Kerlen (RWE Power, Leiter regionale Kontakte) beim 26. Kraftwerksgespräch in Lauingen. Foto: Thomas Tietz.

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