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Fachkunde bewiesen: Acht neue Schichtleiter und Reaktorfahrer im Kernkraftwerk Gundremmingen

30.10.2012

Acht Mitarbeiter des Kernkraftwerks Gundremmingen haben sich in den vergangenen Tagen zum Schichtleiter bzw. Reaktorfahrer qualifiziert und damit die Lizenz erworben, Block B oder Block C des Kraftwerks von der Leitwarte aus zu steuern. Im Beisein von Vertretern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit, der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, des TÜV Süd sowie der Kraftwerksleitung stellten alle acht Prüflinge die nötige Fachkunde für diese verantwortungsvolle Tätigkeit unter Beweis.

Zum Kreis der Schichtleiter zählen ab sofort die Ingenieure Manuel Baumann aus Bergheim, Christian Gabel (Buch), Klaus Merkel (Burgau) und Konstantin Pudel (Erbach). Die Funktion des Reaktorfahrers dürfen künftig die Industriemeister Jürgen Karg (Höchstädt), Markus Nenning (Offingen), Peter Seibold (Dürrlauingen) sowie der Maschinenbautechniker Steffen Müller (Burgau) übernehmen. „Wir freuen uns mit den Kandidaten über das hervorragende Prüfungsergebnis“, so Dr. Helmut Bläsig, technischer Leiter des Kernkraftwerks Gundremmingen. „Für fachkundiges Personal gibt es eine langfristige Perspektive, auch über das Ende des Leistungsbetriebs hinaus.“

Das Schichtpersonal überwacht und steuert ein Kernkraftwerk von der rund um die Uhr besetzten Schaltwarte aus. Zusätzlich stehen jederzeit Handwerker und Techniker für Einsätze in der Anlage bereit. Voraussetzung für die Qualifikation zum Schichtleiter ist ein ingenieurwissenschaftlicher Studienabschluss, an den sich eine rund dreijährige kerntechnische Zusatzausbildung anschließt. Mitarbeitern aus dem Handwerk steht die Laufbahn zum Reaktorfahrer offen, wenn sie sich zuvor zum Meister qualifiziert haben.

Neben ihrem Grundlagenwissen zur Kernphysik weisen die Kandidaten während der schriftlichen und mündlichen Fachkundeprüfungen auch die genaue Kenntnis aller Systeme der Gundremminger Kraftwerkstechnik und deren Funktionsweise nach. Ergänzt wird die Ausbildung durch praktisches Training am Kraftwerkssimulator Gundremmingen des Simulatorzentrums in Essen, der die Schaltwarte und das Verhalten der Anlage in allen Betriebszuständen eins zu eins abbildet. Theoretische Schulungen und Praxistraining am Simulator stehen für das Schichtpersonal auch nach der erfolgreichen Fachkundeprüfung mehrmals im Jahr auf dem Dienstplan, um die erworbene Qualifikation zu erhalten und auszubauen.

 

Sie steuern künftig als Schichtleiter oder Reaktorfahrer das Kernkraftwerk Gundremmingen (von links): Manuel Baumann, Klaus Merkel, Peter Seibold, Markus Nenning, Jürgen Karg, Steffen Müller, Christian Gabel und Konstantin Pudel. Foto: KGG.

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