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Jahrespressegespräch: Kernkraftwerk Gundremmingen investiert erneut 74 Millionen Euro in die Anlagenmodernisierung

22.03.2013

• Stromproduktion im vergangenen Jahr leicht auf 21 Mrd. kWh gestiegen –
KGG liefert ein Viertel des bayerischen Stroms
• Zahl der Arbeitsplätze stabil – Auftragsvolumen für Partnerfirmen gewachsen

74 Millionen Euro investiert das Kernkraftwerk Gundremmingen in sein laufendes Modernisierungsprogramm. Der finanzielle Aufwand übertrifft somit das Investitionsvolumen des Vorjahres, das bei 67 Millionen Euro lag. „Die Zahlen zeigen: Der sichere und zuverlässige Betrieb unserer beiden Blöcke hat auch weiterhin oberste Priorität“, erklärte der technische Geschäftsführer Michael Trobitz im Rahmen des Jahrespressegespräches. Seit Inbetriebnahme von Block B und C hat das Kernkraftwerk Gundremmingen mittlerweile deutlich über zwei Milliarden Euro aufgebracht, um das Sicherheitsniveau der beiden Anlagen kontinuierlich zu verbessern. „Die Modernisierungsinvestitionen übersteigen längst die Neubaukosten des Kraftwerks“, so Trobitz.

2012 lag der Modernisierungsfokus auf Block B, in diesem Jahr ist Block C an der Reihe. Schwerpunkte sind die Erneuerung der Steuerelektronik für die Kühlmittelumwälzpumpen, neue Hubwerke für die Reaktorgebäudekräne und die Erneuerung von Kondensatreinigungsstraßen, die den Wasser-Dampf-Kreislauf filtern. Darüber hinaus sind weitere Modernisierungen an dem Block in der alle zwei Jahre anstehenden großen Revision vorgesehen, die Ende Juni beginnt. Dabei wird die Revisionsmannschaft beispielsweise die Leitschaufelträger der beiden Niederdruckturbinen erneuern, die für eine optimale Dampfströmung auf die rotierenden Turbinenschaufeln sorgen.

Für einen turnusmäßigen Brennelementewechsel wird Block B am 6. April vom Netz genommen. Hierbei werden voraussichtlich 112 frische Brennelemente in den Kern eingebracht. Da die Betriebsüberwachung Hinweise auf einen Brennelementdefekt liefert, ist ein so genannter Sippingtest vorgesehen. Die Anlage ist auch für den Betrieb mit defekten Brennelementen ausgelegt. Die Daten der Emissions- und Umgebungsüberwachung zeigen, dass alle Grenzwerte deutlich unterschritten werden.

Leichtes Plus bei der Stromproduktion 2012

Mit 21 Milliarden erzeugter Kilowattstunden stieg die Stromproduktion im Vergleich zum Vorjahr (20,8 Mrd. kWh) geringfügig an. Rund ein Viertel des in Bayern erzeugten Stroms stammt damit aus dem Kernkraftwerk Gundremmingen. Der Atmosphäre wurden damit mehr als 21 Millionen Tonnen CO2 im Vergleich zu einem durchschnittlichen Einsatz fossiler Energieträger erspart. Auch 2012 sind sämtliche Emissionsgrenzwerte deutlich unterschritten worden. Ergänzend zu den auf der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt einsehbaren Daten der Umgebungsüberwachung veröffentlicht das Kernkraftwerk Gundremmingen seit 2012 monatlich eine Aufstellung der angefallenen Ableitungen mit Fortluft und Abwasser, um so die Transparenz weiter zu erhöhen. Die Zahl der Arbeitsunfälle im Kernkraftwerk Gundremmingen konnte auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Der Lost Time Incident Frequency-Index, der die Häufigkeit von Arbeitsunfällen pro eine Million Arbeitsstunden angibt, lag im vergangenen Jahr für Eigen- und Partnerpersonal bei 2,3.

Personalzahlen stabil – Auftragsvolumen für Partnerfirmen steigt

Stabil auf dem Niveau des Vorjahres ist die Beschäftigtenzahl des Kraftwerks, das stellte der kaufmännische Geschäftsführer Christoph Quick heraus. Zum Jahreswechsel waren es rund 800 Mitarbeiter und 34 Auszubildende. Hinzu kommen etwa 400 dauerhaft im Kraftwerk tätige Mitarbeiter von Partnerfirmen und weitere rund 1.000 Arbeitsplätze, die durch den Kraftwerksbetrieb bei Dienstleistern und Zulieferern in der Region gesichert werden. Seiner Verantwortung gegenüber jungen Menschen wird das Kraftwerk auch in 2013 gerecht. Zum ersten September 2013 beginnen zehn junge Menschen eine Berufsausbildung – einer mehr als im Vorjahr. Verglichen mit dem Vorjahreswert hat sich das Auftragsvolumen für Partnerfirmen noch einmal um sechs Millionen Euro auf jetzt 180 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Mehr als 1.300 Firmen erhalten Aufträge aus dem Kernkraftwerk. Rund 50 Millionen Euro pro Jahr fließen dabei an Auftragnehmer aus der Region Schwaben. Christoph Quick: „Die Zahlen belegen, dass wir unserer Verantwortung als guter Partner der Region gerecht werden.“

 




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