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In Block B beginnt die Revision

05.04.2013

Rund 1.000 zusätzliche Mitarbeiter im Kraftwerk
450 Prüfungen ergänzen den Brennelementwechsel

Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen geht am Samstag, den 6. April für seine diesjährige Revision vom Netz. Dabei wird die Anlage für den nächsten Produktionszyklus fit gemacht: Nach der alle zwei Jahre vorgenommenen großen Revision im Vorjahr steht in der jetzt geplanten Stillstandsphase von Block B der Austausch von Brennelementen im Vordergrund. Die Revisionsmannschaft setzt voraussichtlich 112 frische Brennelemente in den Reaktorkern ein, bevor Block B Anfang Mai die Stromproduktion wieder aufnehmen kann.

Zusätzlich zum Nachladen von Brennstoff nutzt das Kraftwerk den Stillstand von Block B für umfangreiche Prüf- und Wartungsarbeiten. Das Revisionsteam unterzieht die Systeme und Komponenten des Blocks in den kommenden Wochen rund 450 wiederkehrenden Prüfungen. Geplant sind rund 3.500 einzelne Arbeitsaufträge, bei deren Umsetzung etwa 1.000 Kollegen von Partnerfirmen die Kraftwerksmannschaft unterstützen. Von der Anwesenheit des Revisionspersonals profitiert auch das Gastgewerbe in der Region. Insgesamt wendet das Kernkraftwerk Gundremmingen für die Revision mehr als 16 Millionen Euro auf. Mitarbeiter der bayerischen Atomaufsicht sowie des TÜV überwachen die Arbeiten.

Da die Betriebsüberwachung Hinweise auf einen Brennelementdefekt liefert, wird ein so genannter Sippingtest ins Revisionsprogramm aufgenommen, mit dem sich defekte Brennelemente identifizieren lassen, die ebenfalls ausgetauscht werden. Die Anlage ist auch für den Betrieb mit defekten Brennelementen ausgelegt. Auch während des Brennelementwechsels unterschreitet das Kraftwerk sämtliche behördlichen Grenzwerte sicher.

Im zurückliegenden Produktionszyklus hat Block B rund 10,5 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Zusammen mit Block C leistet die Anlage etwa ein Viertel der bayerischen Stromerzeugung. Damit erspart das Kernkraftwerk Gundremmingen der Atmosphäre jährlich eine CO2-Belastung von mehr als 21 Millionen Tonnen im Vergleich zu einem durchschnittlichen Einsatz fossiler Energieträger.

 




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