Presse / News » KGG - Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH

Fruchtbares Projekt: Landwirte aus der Region nutzen Kalkdünger aus dem Kernkraftwerk Gundremmingen

15.04.2013

Die hartnäckige Kälte hat den Start in die diesjährige Zuckerrübensaison verzögert. Jetzt ist es soweit: Landwirte wie Ludwig Brunnhuber aus Aislingen beginnen in diesen Tagen mit der Aussaat der Rüben, die sie in einigen Monaten ernten wollen. Für gute Erträge trotz spätem Frühling sorgt Kalkdünger aus dem Kernkraftwerk Gundremmingen, mit dem die Bauern in der Region die Qualität ihrer Böden verbessern.

Gewonnen wird der Kalk beim Betrieb der beiden 160 Meter hohen Kühltürme. Sie bilden nicht nur das Wahrzeichen des Gundremminger Kraftwerks, sondern stehen gleichzeitig für einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser. Statt die Wärme der Blöcke B und C mit dem Kühlwasser komplett in die Donau zu leiten, wird sie in den Kühltürmen an die Luft abgegeben. Da es sich um einen geschlossenen Kühlturmkreislauf handelt, muss lediglich die Wassermenge aus der Donau entnommen werden, die als Dunstwolke über den Kühltürmen verloren geht. Bei voller Leistung sind das etwa 700 Liter pro Block und Sekunde – sehr wenig im Vergleich zu ähnlich leistungsstarken Kraftwerken.

Bevor das Donauwasser die Dunstverluste in den Kühltürmen ersetzen kann, entziehen ihm die Mitarbeiter der Wasseraufbereitung in einer speziellen Kläranlage den Kalk. So bleibt der Kühlturmkreislauf sauber, und die Landwirte in der Region freuen sich über gut 50.000 Tonnen kostenlosen Dünger pro Jahr. „Meine Äcker kalke ich etwa alle drei Jahre, meist im Herbst, wenn sie noch gut befahrbar sind“, erklärt Ludwig Brunnhuber.

Als Leiter des Landwirtschaftsamtes in Krumbach hatte Brunnhuber vor mehr als 20 Jahren die Idee, den Kalk aus dem Kernkraftwerk nutzbar zu machen. Daraus ist über die Jahre ein fruchtbares Projekt geworden, von dem Landwirte im weiten Umfeld Gundremmingens profitieren. So werden auch im Sommer 2013 Zuckerrüben, Mais und Weizen in Bayerisch-Schwaben gut gedeihen. „Mit einem Extraschub Energie aus dem Kraftwerk“, freut sich Brunnhuber.

 

Ludwig Brunnhuber aus Aislingen beginnt in diesen Tagen mit der Aussaat seiner Zuckerrüben. Er hatte die Idee, Kalk aus dem Kernkraftwerk für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Foto: Christina Bleier.

Pressekontakt

Dr. Christina Kreibich
Telefon: +49 (8224) 78-2153
Telefax: +49 (8224) 78-82153
E-Mail: presse@kkw.rwe.com

Simone Rusch
Telefon: +49 (8224) 78-3065
Telefax: +49 (8224) 78-83065
E-Mail: presse@kkw.rwe.com