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Kernkraftwerk Gundremmingen unterstützt Ausbildung von Inspektoren der IAEO

06.06.2008

Sechs künftige „Safeguards“ der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO in Wien haben jetzt im Rahmen ihrer Inspektorenausbildung an einem Intensivseminar im Kernkraftwerk Gundremmingen teilgenommen. Während ihres einwöchigen Aufenthalts erhielten die Diplom-Physiker und -Chemiker aus den Nichtnuklearstaaten Albanien, Kenia, Sudan, Tunesien, Singapur und Thailand umfassende Informationen zum Siedewasser-Reaktortyp. Die beiden 1344-Megawatt-Blöcke des Kernkraftwerks Gundremmingen repräsentieren die modernste kommerziell arbeitende Siedewassertechnologie weltweit. Bei Workshops mit Mitarbeitern des Kraftwerks und bei Begehungen aller Kraftwerksteile erhielten die IAEO-Trainées detaillierte Einblicke in nahezu alle relevanten Bereiche des Kernkraftwerks: Sicherheitsphilosophie und -kultur für den Anlagenbetrieb, Schulung und Ausbildung der Betriebsmannschaften, Brennelement-Logistik, Kühlsysteme, Reaktorschutz, Turbinen-Generator-Bereich, Netzeinbindung, Not- und Nachkühlsysteme, Störfallbehandlung, Notfallmaßnahmen, Notstromversorgung sowie tägliche Arbeitsabläufe.
Alle zwei Jahre werden junge Akademiker über das IAEO-Safeguards Trainéeship-Program ausgebildet, um später als Inspektoren der Internationalen Atomenergieorganisation den lückenlosen Lebensweg von Kernbrennstoffen und spaltbarem Material weltweit zu überwachen. Die fast einjährige Ausbildung wird speziell für Teilnehmer aus Staaten ohne eigene Nukleartechnik angeboten, um auch diesen Ländern die Entsendung von Inspektoren zu ermöglichen.
Das Kernkraftwerk Gundremmingen gehört seit 1992 als Schulungsort zum Ausbildungsprogramm. Ein zehnwöchiger Deutschlandaufenthalt ist fester Bestandteil des Trainéeship-Program, das durch Vermittlung und unter Betreuung des Fortbildungszentrums für Technik und Umwelt des Forschungszentrums Karlsruhe stattfindet.
Bei einem Empfang für die IAEO-Delegation betonte der technische Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen, Dr. Helmut Bläsig: „Wir freuen uns, dass wir bei so einer wichtigen Aufgabe wie der Ausbildung von Safeguards mitwirken können, die hier mit den grundlegenden Gegebenheiten in kerntechnischen Anlagen vertraut gemacht werden.“ Dem Unternehmen gehe es dabei auch darum, den Teilnehmern die sichere und umweltverträgliche Stromerzeugung durch die friedliche Nutzung der Kernenergie zu vermitteln.

 


Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2008

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