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Investition von 58 Millionen Euro gewährleistet weiterhin zuverlässigen Betrieb

04.04.2014

• 2013 erzeugten Block B und C 20,7 Milliarden Kilowattstunden
• Jährliches Auftragsvolumen für Partnerfirmen liegt bei 180 Millionen Euro –
KGG sichert mehr als 2.000 Arbeitsplätze
• Block B geht am 5. April zur jährlichen Revision vom Netz

2013 haben die beiden Gundremminger Kernkraftwerksblöcke insgesamt 20,7 Milliarden Kilowattstunden CO2-frei erzeugten Strom produziert. „So haben wir erneut knapp ein Viertel der bayerischen Stromerzeugung gesichert.“ Die große Bedeutung von Gundremmingen für die heimische Stromversorgung hat Michael Trobitz, technischer Geschäftsführer des Kraftwerks, anlässlich des Jahrespressegesprächs betont. In 30 Betriebsjahren – Block B ist seit März, Block C seit November 1984 am Netz – hat die Doppelblockanlage inzwischen rund 575 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Diese Menge entspricht nahezu dem Bedarf Deutschlands für ein Jahr. „Durch die hohe Flexibilität unserer Anlagen können wir die fluktuierende Einspeisung durch Wind und Sonne sehr gut ausgleichen.“ Als Beispiel nannte er die Nacht vom 15. auf den 16. März 2014, als beide Blöcke ihre Leistung innerhalb kurzer Zeit um die Hälfte reduzierten.

„Wir wissen um das hohe Sicherheitsniveau, die Qualifikation der Mannschaft und die großen Investitionen, die wir kontinuierlich für unsere Anlagen aufwenden,“ erläuterte Trobitz: „Sicherheit hat weiterhin oberste Priorität.“ Daher wird die Anlage auch in Zukunft kontinuierlich modernisiert: Im laufenden Jahr sind hierfür insgesamt rund 58 Millionen Euro eingeplant. Ein Großteil fließt in die Revision von Block B, die am 5. April beginnt. Wichtigste Einzelmaßnahme ist hierbei die Erneuerung von Teilen der Niederdruckturbinen. Außerdem werden frische Brennelemente in den Reaktor eingeladen. Nach intensiver Überprüfung wird auch ein Mischoxid-Brennelement aus dem Lagerbecken im nächsten Produktionszyklus wieder eingesetzt. In den kommenden Tagen werden auch die Arbeiten zur baulichen Optimierung des Standortzwischenlagers beginnen, das durch eine zusätzliche Wand gesichert wird. Für diese Maßnahme liegen jetzt alle erforderlichen Genehmigungen vor. Nächster wichtiger Termin im Kraftwerkskalender ist dann der 19. Juli: Revision von Block C.

Unabhängig davon, ob eigene Beschäftigte oder Mitarbeiter von Partnerfirmen im Kraftwerk anpacken: Arbeitssicherheit genießt bei allen den gleichen, hohen Stellenwert. „Wir achten schon bei der Auftragsvergabe darauf, dass die Auftragnehmer das Thema Arbeitssicherheit so ernst nehmen wie wir selbst“, erklärte Michael Trobitz. Dieses Konzept für Partnerfirmen der RWE Power wurde im Herbst 2013 von einer unabhängigen Jury mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis ausgezeichnet. Der so genannte LTIF-Wert, der die Zahl der Arbeitsunfälle in Relation zu den geleisteten Arbeitsstunden setzt, lag 2013 im Kernkraftwerk Gundremmingen mit 1,1 noch einmal unter dem Niveau des Vorjahres (2,3). Trobitz: „Das ist sehr erfreulich, aber unser Ziel bleiben 0 Arbeitsunfälle.“

Das Kraftwerk gehört nach wie vor zu den großen Arbeitgebern in Bayerisch-Schwaben. Das erläuterte Gabriele Strehlau, kaufmännische Geschäftsführerin des Kernkraftwerks Gundremmingen, anhand konkreter Daten. Zum Jahreswechsel beschäftigte es rund 800 Mitarbeiter, davon 40 Auszubildende. Hinzu kommen 390 weitere Arbeitsplätze für Mitarbeiter von Partnerfirmen, die dauerhaft im Kraftwerk tätig sind. Weitere rund 1.000 Arbeitsplätze sichert das Kraftwerk durch Auftragsvergaben an Dienstleister und Lieferanten in Bayerisch-Schwaben und ganz Deutschland. „Deutlich über 40 Millionen Euro unseres jährlichen Auftragsvolumens von rund 180 Millionen Euro fließen nach Bayerisch-Schwaben. Damit sind wir einer der Wirtschaftsmotoren in der Region“, so Gabriele Strehlau.

 




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