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Experten der US-Atomaufsicht informieren sich über Sicherheitstechnik im Kernkraftwerk Gundremmingen

14.05.2014

Experten der US-amerikanischen Atomaufsichtsbehörde United States Nuclear Regulatory Commission (NRC) haben gestern das Kernkraftwerk Gundremmingen besucht. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei das System zur gefilterten Druckentlastung.

Diese Einrichtung erhöht die großen Sicherheitsreserven des Kraftwerks weiter und dient zur Minimierung von Auswirkungen auf die Umgebung bei Szenarien, deren Eintreten bereits durch die vorhandene Anlagenauslegung auszuschließen ist. Mit dieser Ausstattung gelten die deutschen Kernkraftwerke bis heute als Vorbild für Nachrüstprogramme im Ausland. In den USA wird aktuell erwogen, dort betriebene Kernkraftwerke mit Anlagen zur gefilterten Druckentlastung nachzurüsten. Deshalb lag ein besonderes Augenmerk der amerikanischen Delegation auf dem Austausch mit den Fachleuten in Gundremmingen. Ergänzend hierzu konnten sich die US-Experten bei einem Rundgang vor Ort ein Bild von der Bauweise der gefilterten Druckentlastung machen. In deutschen Kernkraftwerken ist das System bereits in den 1990er Jahren installiert worden; im japanischen Kernkraftwerk Fukushima war ein gleichwertiges System nicht vorhanden.

„Wir freuen uns, dass die Vertreter der US-amerikanischen Behörde unsere Anlage für ihren Besuch ausgewählt haben. Es ist ein Beleg dafür, dass das hohe Sicherheitsniveau unserer Kernkraftwerke international anerkannt ist“, erklärt Michael Trobitz, Technischer Leiter des Kernkraftwerks Gundremmingen.

 

Kraftwerksleiter Michael Trobitz (links) erklärt Aaron Szabo (Mitte) und Jerome O. Bettle von der United States Nuclear Regulatory Commission die Technik der gefilterten Druckentlastung. Foto: KGG.

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