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Block C erzeugt seit 11. 11. 2007 wieder Strom

12.11.2007

• Umfangreichste Revision seit Betriebsbeginn erfolgreich beendet
• Revisionskosten von rund 25 Millionen Euro
• Unfallsofortmeldungen rückläufig
Seit Sonntag, 11. November 2007, speist Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen wieder Strom ins europäische Verbundnetz ein. Am Wochenende war parallel zum Hochfahren der Anlage noch ein umfangreiches Test- und Prüfungsprogramm absolviert worden. Die 1.344-Megawatt-Anlage befindet sich damit nach einer fünfwöchigen Revision mit Brennelementwechsel wieder im Leistungsbetrieb.
Aufwendigste Einzelmaßnahme der diesjährigen Revision war die integrale Druckprobe des Reaktordruckbehälters. Sie ist eine der umfassendsten Prüfung in einem Kernkraftwerk und muss entsprechend dem Regelwerk alle acht Jahre durchgeführt werden. Dabei müssen alle Komponenten mindestens 30 Minuten lang einem Prüfdruck von 112,2 bar standhalten. „Wir freuen uns, dass der Reaktordruckbehälter erwartungsgemäß diese Prüfkriterien einwandfrei erfüllt hat“, sagte Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer der Anlage. Insgesamt wurden rund 5.000 Arbeitsaufträge abgearbeitet. Dazu zählten auch mehr als 900 wiederkehrende Prüfungen mit zahllosen zerstörungsfreien Werkstoffuntersuchungen.
Ein weiteres großes Arbeits- und Maßnahmenpaket betraf die umfangreichen Ent- und Beladearbeiten rund um den Reaktorkern mit seinen 784 Brennelementen. Insgesamt wurden dabei 120 Brennelemente durch neue ersetzt. Zudem wurden acht Steuerstäbe, die die Wärmeleistung im Reaktor steuern, gegen neue ausgetauscht. Im Zuge der Arbeiten für die Kernbestückung wurden bis zum Ende der Revision auch rund 250 Brennelementkästen (Metallumhüllung um ein Brennelement, um die Kühlwasserfließrichtung von unten nach oben zu definieren) vermessen und zum Teil gedreht oder umgesetzt.
Erfreulich war auch die Entwicklung in puncto Arbeitssicherheit, auf die das Kernkraftwerk besonderen Wert legt. Trotz einer enormen Steigerung des Arbeitsvolumens und der Mitarbeiterzahl - in der Spitze waren bis zu 2500 Menschen auf der Anlage - konnte ein Rückgang der Unfallsofortmeldungen um rund 30 Prozent verzeichnet werden. Kleinere Verletzungen wurden sofort vor Ort in der modern ausgestatteten Sanitätsstation des Kraftwerks behandelt.
Die finanziellen Aufwendungen des Kraftwerks für die Revision belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Eine positive Bilanz zog Dr. Bläsig dabei auch für die Region. Etwa ein Drittel der rund 2.000 zusätzlichen Fachleute von über 100 auf Kernkraftwerksrevisionen spezialisierte Dienstleistungsunternehmen kamen aus Bayerisch Schwaben. Ebenso haben die anderen an der Revision beteiligten Fachleute durch ihren mehrwöchigen Aufenthalt während der diesjährigen Revision für einen positiven wirtschaftlichen Effekt in der Region gesorgt. Dies gilt sowohl für die umliegenden Gasthöfe und Hotels als auch für den Einzelhandel. Damit ist das Kernkraftwerk nach wie vor einer der großen Arbeitgeber und ein erheblicher Wirtschaftsfaktor in der Region.

 




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