Presse / News » KGG - Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH

Block C: Revisionsarbeiten großteils erledigt

02.11.2007

Nach gut vier Wochen ununterbrochenen Arbeitens im Rahmen der bisher umfangreichsten Jahresrevision seit Betriebsbeginn befindet sich Block C nun auf der Zielgeraden zum Wiederanfahren. Nach derzeitigem Arbeitsfortschritt geht die Kraftwerksleitung davon aus, dass der Block Ende nächster Woche wieder angefahren werden kann. Gut ein Drittel der ursprünglich rund 2.000 Experten von Fremdfirmen, die die Kraftwerksmannschaft bei der Revision unterstützten, sind bereits wieder abgereist.
Dank des überdurchschnittlich hohen Personaleinsatzes waren während der letzten vier Wochen die meisten der rund 5.000 Arbeitsaufträge und etwa 800 der über 900 wiederkehrenden Prüfungen erledigt worden.
Auch wurden zwei Fehler festgestellt, die als meldepflichtige Ereignisse unterhalb der internationalen Bewertungsskala in die Stufe 0 eingeordnet wurden (näheres siehe unter Meldepflichtige Ereignisse).
Zeitkritischer Pfad war bis vergangene Woche die integrale Druckprobe des Reaktordruckbehälters, der alle acht Jahre bei einem Prüfdruck von 112 bar, das heißt einem Plus von 65 Prozent über dem normalen Betriebsdruck von 70 bar, für mindestens 30 Minuten gehalten werden muss. Die Druckprobe verlief erfolgreich.
Ab diesem Zeitpunkt bestimmten die Arbeiten rund um den Reaktor mit der Beladung frischer Brennelemente und rund um die Turbine mit der Wartung der Niederdruckturbinen den Terminplan. In beiden Bereichen gab es einen erhöhten Arbeitsaufwand. Zum einen wurde durch den Austritt von rund 300 Liter kontaminierten Kühlwassers aus zwei Leitungsanschlüssen im Reaktordeckel ein erhöhter Reinigungsaufwand nötig, da das Wasser über den Behälterdeckel in Richtung Reaktorgrube geflossen war. Bei den im Reaktorgebäude dort im Umfeld tätigen Personen wurde beim Verlassen des Kontrollbereichs nach den standardgemäß vorgeschriebenen Messungen keine Kontamination festgestellt. Das ausgetretene Kühlwasser verursachte keine Aktivitätsabgabe an die Umgebung. Dieses Ereignis ist nach den Kriterien der Meldeverordnung nicht meldepflichtig. Die Aufsichtsbehörde ist über den Sachverhalt informiert. Zum anderen waren die Wartungsarbeiten an den Verschleißteilen der Niederdruckturbinen etwas aufwendiger, als erwartet. Die Turbinen waren routinemäßig nach zwölf Jahren Betrieb geöffnet und zur Wartung ausgebaut worden.
Alle Arbeiten sind im Gesamtzeitplan. Eine abschließende Information zur Wiederaufnahme der Stromproduktion folgt zeitnah.

 




Pressekontakt

Frau Simone Rusch
Telefon: +49 (8224) 78-3065
Telefax: +49 (8224) 78-83065
E-Mail: presse@kkw.rwe.com