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Block B geht zur Revision vom Netz

06.04.2016

• Investitionen von rund 20 Mio. Euro in Prüfung, Wartung und Modernisierung
• Brennelemente im Reaktor werden neu zusammengestellt

Am Donnerstag, 7. April wird Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen planmäßig vom Netz genommen und für die diesjährige Revision abgeschaltet. Seit Mitte April 2015 war Block B unterbrechungsfrei am Netz und hat in dieser Zeit rund 11,1 Milliarden Kilowattstunden Strom wetterunabhängig erzeugt. Mit dieser Strommenge lassen sich mehr als drei Millionen Durchschnittshaushalte ein Jahr lang klimafreundlich mit Strom versorgen. 30-mal wurde im zurückliegenden Produktionsjahr die Leistung von Block B bei hoher Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien kurzfristig und flexibel reduziert – auch dies ein Beitrag zur stabilen Stromversorgung in Süddeutschland.

Gut eineinhalb Jahre vor dem Ende des Leistungsbetriebs von Block B investiert das Kernkraftwerk Gundremmingen im Zuge dieser letzten „großen“ Revision des Blocks noch einmal rund 20 Millionen Euro in die Prüfung, Wartung und Modernisierung der Kraftwerkstechnik. Auf dem Revisionsprogramm stehen rund 3.500 Arbeitsaufträge; darunter mehr als 800 wiederkehrende Prüfungen, bei deren Umsetzung gut 1.000 zusätzliche Partnerfirmen-Mitarbeiter die Kraftwerksmannschaft unterstützen.

Zu den Aufgaben des Revisionsteams gehören unter anderem rund 300 Untersuchungen an Rohrleitungen, Behältern und Armaturen. Hierbei kommen Methoden zum Einsatz, die sonst eher aus dem Bereich der Medizin bekannt sind, etwa Röntgenaufnahmen oder Ultraschallmessungen. Im Zuge des Brennelementwechsels wird der Reaktorkern mit seinen 784 Brennelementen neu zusammengestellt: Geplant ist der Einsatz von 80 frischen Brennelementen. Zudem ist der erneute Einsatz von Brennelementen aus dem Lagerbecken vorgesehen, darunter zwölf Mischoxid-Brennelemente. Abgeschlossen wird die Revision mit einer Probeauslösung der Reaktorschnellabschaltung.

Wenn Block B auf Herz und Nieren geprüft, gutachterlich bestätigt für fit befunden und mit frischen Brennelementen bestückt worden ist, kann er voraussichtlich Mitte Mai wieder ans Netz gehen.

 




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