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Block B ist wieder am Netz

17.05.2016

Die letzte große Revision von Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen ist am Wochenende abgeschlossen worden. Nach der erfolgreich durchgeführten Probeauslösung der Reaktorschnellabschaltung und abschließender Instandsetzungsarbeiten und Systemprüfungen wurde der Generator am Montagvormittag wieder mit dem Netz synchronisiert. Die Stromproduktion des auf Herz und Nieren geprüften Blocks wird gegenwärtig auf volle Leistung angehoben. Der begonnene Produktionszyklus soll bis Februar 2017 andauern; dann ist ein weiterer Brennelementwechsel geplant, bevor Block B Ende 2017 die Berechtigung zum Leistungsbetrieb verliert.

In der Anfang April begonnenen gut fünfwöchigen Revision wurde der Block einem umfassenden Prüf-, Wartungs- und Modernisierungsprogramm unterzogen. Der Kraftwerksbetreiber investierte hierfür rund 20 Millionen Euro. Die Kraftwerksmannschaft wurde bei der Abarbeitung der rund 3.500 Arbeitsaufträge – darunter mehr als 800 wiederkehrende Prüfungen der Kraftwerkstechnik – von gut 1.000 Mitarbeitern von spezialisierten Partnerfirmen unterstützt. Neben Arbeiten an der Anlagentechnik wie Ultraschall- und Röntgenprüfungen an Rohrleitungen und Schweißnähten stand auch der Austausch von Brennelementen auf dem Revisionsplan.

Parallel zu den Revisionsarbeiten stand eine umfangreiche Prüfung von IT-Systemen auf dem Programm. Auslöser hierfür war der am 25. April gemeldete Fund von Schadsoftware auf einem IT-System zur Datenverarbeitung und -visualisierung der Brennelement-Lademaschine. „Aufgrund der Systemarchitektur konnte es keinen Einfluss auf die Steuerung der Lademaschine geben“, erklärt Michael Trobitz, technischer Geschäftsführer des Kraftwerks. Nach ersten Erkenntnissen der IT-Fachleute wurde das System mit einem USB-Stick, der zum Auslesen von Protokolldaten angeschlossen worden war, infiziert. Die weitere Ursachenklärung läuft. „Die Sicherheit war durch dieses meldepflichtige Ereignis nicht beeinträchtigt. Dessen ungeachtet haben wir unsere Maßnahmen zum Schutz der IT-Systeme weiter erhöht“, so Trobitz.

Zufrieden zeigt sich Trobitz mit einem anderen Revisionsergebnis: Trotz des großen Arbeitsaufwands in den letzten Wochen macht das Kraftwerk mit seinen Partnerfirmen seit nunmehr 669 Tagen arbeitsunfallfreien Betrieb. „Darauf können alle hier bei uns Tätigen gemeinsam stolz sein“, so Trobitz.

 




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