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Kernkraftwerk Gundremmingen produziert zuverlässig Strom und setzt auf transparente Abbauplanung

03.05.2017

• Block B und C lieferten 2016 rund ein Viertel des in Bayern erzeugten Stroms
• Notwendige Personalreduzierung verläuft sozialverträglich

„Die zuverlässige Stromerzeugung war nicht unsere einzige Aufgabe“, bilanzierte Michael Trobitz, technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen beim heutigen Pressegespräch das zurückliegende Jahr. Unabhängig von der Witterung erzeugte die Doppelblockanlage 2016 rund 19,4 Milliarden Kilowattstunden klimafreundlichen Strom. Damit leistete das derzeit noch größte deutsche Kernkraftwerk einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit in der Region.

Die Vorbereitung auf die Zeit nach der Abschaltung von Block B Ende 2017 machte einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der Kraftwerksmannschaft aus. Im laufenden atomrechtlichen Genehmigungsverfahren für den Abbau von Anlagenteilen fand Ende März diesen Jahres der vom Bayerischen Umweltministerium als Genehmigungsbehörde anberaumte Erörterungstermin zu den öffentlich ausgelegten Antragsunterlagen statt. Die Zahl der Einwendungen war, im Vergleich zu anderen kerntechnischen Genehmigungsverfahren, mit rund 150 eher gering ausgefallen. „Dazu hat sicher auch unser breites Informationsangebot beigetragen“, so Trobitz.

Parallel zum formellen Genehmigungsverfahren hat das Unternehmen bereits 2015 die Informations-Initiative „KKW Gundremmingen transparent!“ ins Leben gerufen. Auf zahlreichen Veranstaltungen in der Region und vor Ort im Kraftwerk wurden seither mit interessierten Bürgern, darunter auch Vertreter kernenergiekritischer Initiativen, Fragen zum Vorgehen beim Abbau der Kraftwerkstechnik diskutiert. Mehrfach konnte das Technologiezentrum Gundremmingen im Maschinenhaus des ehemaligen Blocks A besichtigt werden. Dort werden schon heute abgebaute Kernkraftwerkskomponenten von spezialisierten Fachkräften behandelt und für die Entsorgung vorbereitet. Sowohl bei diesen Informationsveranstaltungen als auch während des zweitägigen Erörterungstermins verliefen die Diskussionen mit Kritikern in der Sache kontrovers, im Ton jedoch konstruktiv und dialogorientiert. „Beim Thema Kernenergie ist das keine Selbstverständlichkeit“, freute sich Trobitz, der eine Fortsetzung der transparenten Informationspolitik versprach und das Genehmigungsverfahren für den Abbau auf einem guten Weg sieht.

Auch die Personalplanung wird auf die zukünftige Anlagensituation ausgerichtet. Wie Gabriele Strehlau, kaufmännische Geschäftsführerin des Kernkraftwerks Gundremmingen, verdeutlichte, gelingt dies bislang reibungslos. „Ich freue mich sehr, dass wir den notwendigen Personalabbau in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern sozialverträglich gestalten können“, so Strehlau. Waren zu Jahresbeginn 2016 noch 660 Mitarbeiter bei der Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH beschäftigt, hat sich ihre Zahl bis Anfang 2017 auf 611 reduziert und wird bis zum Jahresende auf rund 560 absinken. „Wir liegen damit im Plan“, erklärte Strehlau.

Verantwortung für die Region übernimmt das Kraftwerk weiterhin als Ausbildungsbetrieb. Zum Jahreswechsel waren 27 junge Menschen als Auszubildende im Kraftwerk tätig. Zum 1. September 2017 wurden sieben Ausbildungsplätze besetzt, und auch für den Ausbildungsstart im September 2018 sollen noch einmal Ausbildungsplätze angeboten werden. Bedingt durch die näher rückende Abschaltung hat sich das vom Kernkraftwerk Gundremmingen an Partnerfirmen vergebene Auftragsvolumen auf rund 134 Millionen Euro pro Jahr leicht reduziert (2015: 146 Millionen Euro). Als regionaler Wirtschaftsmotor spielt das Kraftwerk weiterhin eine wichtige Rolle: Rund 26 Millionen Euro jährlich fließen an die gut 250 Partnerfirmen in Bayerisch-Schwaben.

 




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