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Kernkraftwerk Gundremmingen will Unfallzahlen von Fremdfirmenmitarbeitern senken

18.07.2008

Die RWE Power AG und ihr Tochterunternehmen, die Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH, wollen speziell die Anforderungen an die Arbeitssicherheit für Fremdfirmenmitarbeiter weiter erhöhen: Mit dem aktuellen Projekt „Arbeitsschutz-Fremdfirmen-Management“ (AFM) soll die Leistungsfähigkeit der externen Dienstleister beim Arbeitsschutz deutlich gesteigert werden. „Unser oberstes Ziel ist es, dass jeder Mitarbeiter so gesund nach Hause geht, wie er gekommen ist. Das gilt für unsere eigene Mannschaft in gleicher Weise wie für Fremdfirmenmitarbeiter“, betonte Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen.

Information, Qualität, Verantwortungsbewusstsein der Fremdfirmen - das sind die zentralen Bausteine des AFM-Projekts. Bei den eigenen Mitarbeitern ist 2007 durch verstärkte Schulungen und intensive-re Kontrollen vor Ort die Zahl anzeigepflichtiger Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 2,6 je eine Million geleisteter Arbeitsstunden zurückgegangen.
Solche Erfolge sollen zukünftig auch für die Mitarbeiter der externen Dienstleistungsunternehmen am Kraftwerksstandort erreicht werden. Immerhin arbeiten in der Spitze bei Revisionen rund 160 Fremd-firmen mit bis zu 2.000 Mitarbeitern im Kraftwerk. Außerhalb der Revisionszeiten sind über 300 exter-ne Fachleute dauerhaft auf der Anlage. „Ziel ist es, den Unfallvermeidungsgedanken tief und nachhal-tig in den Köpfen aller Mitarbeiter zu verankern“, so Rolf Lückoff, Sicherheitsingenieur im Kernkraft-werk, und nannte als konkrete Maßnahmen auf dem Weg dorthin:
• Videogestützte Eingangsschulung über wichtige Themen, zum Beispiel Arbeiten unter schwe-ren Lasten, Minimierung von Absturzgefährdungen oder zwingende Benutzung der „Persönli-chen Schutzausrüstung“.
• Anschließende Verständniskontrolle für Fremdfirmen-Mitarbeiter vor Aufnahme ihrer Arbeit in der Anlage.
• Umfangreiche Schulungen für Fremdfirmenmitarbeiter, die im Rahmen ihrer Arbeitsaufträge Führungs- und Personalverantwortung in der Anlage übernehmen.
• Begutachtung neuer externer Dienstleistungsunternehmen durch das Kernkraftwerk vor der Auftragserteilung; regelmäßige Prüfung bekannter Vertragspartner.
• Koordination der unterschiedlichen Fremdfirmen-Gewerke durch zusätzliche Mitarbeiter für den Arbeits- und Gesundheitsschutz.
• Konsequente Einforderung von sicheren Handlungsweisen und Tätigkeiten sowie abgestufte Sanktionen vom Dialog bei erstmaliger Missachtung der Arbeitssicherheitsvorschriften bis hin zum Verweis vom Kraftwerksgelände bei Wiederholungen.

Dass die Arbeitssicherheitsinitiativen den richtigen Weg weisen, zeigen Auszeichnungen von Fach-behörden. So hat RWE Power mit der Aktion „Mit neuer Power. Immer sicher“, deren Symbol ein ro-ter Apfel ist, den diesjährigen Förderpreis der Bergbau-Berufsgenossenschaft in der Rubrik „Motivati-on“ erhalten. „Die Arbeitssicherheitsverbesserungen für Fremdfirmenmitarbeiter fügen sich in unser anspruchsvolles AFM-Konzept ein“, erläuterte Bläsig. In einem Sicherheitspass sollen Fremdfirmen-mitarbeiter künftig nachweisen, dass ihre Arbeitgeber die notwendigen Unterweisungen im Rahmen der Arbeitssicherheit vorgenommen und entsprechende medizinische Vorsorgeuntersuchungen ihrer Mitarbeiter sichergestellt haben. Eine Überprüfung der gültigen Sicherheitspass-Einträge vor Ort er-laubt dann die erforderliche Freigabe und damit grünes Licht für die Arbeitsaufnahme. Voraussetzung im Kernkraftwerk ist allerdings, dass für den Fremdfirmenmitarbeiter ein positiver Bescheid über die notwendige behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung vorliegt.

Allein in das AFM-Projekt investiert RWE Power über eine Million Euro. „Das zeigt, dass wir auch in Zukunft in unseren Bemühungen um die Arbeitssicherheit nicht nachlassen werden. Denn wir wollen auch auf diesem Gebiet voRWEg gehen“, so RWE Power-Personalvorstand Erwin Winkel.

 




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