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Kernkraftwerk Gundremmingen spricht drei Ausgebildete frei

22.08.2008

• Mit Abschlusszeugnis und Anstellungsvertrag in die Ferien

Nach fast drei Jahren gründlicher Ausbildung und wochenlangem Prüfungsstress ging es nun für drei ehemalige Auszubildende des Kernkraftwerks Gundremmingen in den wohlverdienten Sommerurlaub, bevor der Berufsalltag eines normalen Arbeitnehmers die drei jungen Männer im Kernkraftwerk Gundremmingen einholt.
Die beiden frisch gebackenen Informatikkaufmänner Christoph Geiger (21) aus Offingen im Landkreis Günzburg und Peter Kordik (20) aus Höchstädt im Landkreis Dillingen sowie der mit Bestnote 1,0 ausgezeichnete Industriemechaniker André Trögele (20) aus Ziertheim im Landkreis Dillingen erhielten kürzlich im Rahmen einer kleinen Feierstunde ihre Zeugnisse und Anstellungsschreiben sowie ein kleines Präsent durch die beiden Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen, Dr. Helmut Bläsig (Technik) und Christoph Quick (kaufmännischer Bereich).
André Trögele konnte wegen seiner hervorragenden Ausbildungsleistungen die Lehrzeit deutlichen verkürzen, und seitens der zuständigen Berufsschule wurde er für die besonders guten Schulleistungen belobigt.

Bläsig, Quick und Betriebratsvorsitzender Heinz-Günter Daum hießen die „neuen“ Mitarbeiter im Kernkraftwerk herzlich willkommen. „Wir freuen uns, dass Sie sich für die Ausbildung bei uns im Kernkraftwerk entschieden haben. Sie haben unser in Sie gesetztes Vertrauen mit Ihren guten Leistungen gerechtfertigt“, betonte Dr. Helmut Bläsig und fügte hinzu, dass in kaum einem anderen Betrieb Auszubildende so zielgerichtet und umfassend über Sicherheit, moderne Technik, Sorgfalt und Verantwortung unterrichtet werden wie im Kernkraftwerk.

Christoph Quick skizzierte den Nachwuchskräften angesichts der sich abzeichnenden Zukunft der Kernkraft positive Berufsperspektiven. Ein hoch technisierter Industriestandort wie Deutschland könne auf Kernkraftwerke nicht verzichten und sei auf gut ausgebildete und motivierte junge Leute angewiesen, um im harten internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Dazu wolle das Kernkraftwerk Gundremmingen mit seiner qualifizierten Ausbildung einen ordentlichen Beitrag leisten.

Betriebratsvorsitzender Heinz-Günter Daum forderte die jungen Männer auf, nach dem Ausbildungsabschluss sich die intensive Lernbereitschaft für das gesamte Berufsleben zu erhalten und sich im Unternehmen aktiv und mutig in die Arbeits- und kontinuierlichen Verbesserungsprozesse einzubringen. Ohne dauernde Fort- und Weiterbildung jedes Einzelnen gehe es vor allem in der Kerntechnik nicht, wenn man das anerkannt hohe Sicherheitsniveau deutscher Kernkraftwerke dauerhaft aufrechterhalten will.

Die gewerblich/technische und kaufmännische Ausbildung am Standort blickt auf eine über 15jährige Tradition. Die Förderung des Nachwuchses lässt sich das Kernkraftwerk Gundremmingeneiniges einiges kosten. Rechnet man den gesamten Aufwand für die Auszubildenden zusammen, investiert der Betreiber RWE Power am Standort rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr in seine Nachwuchsqualifizierung.
Seit Mitte des Jahres können sich Interessenten für den Ausbildungsjahrgang ab September 2009 in den gewerblich/technischen und kaufmännischen Berufzweigen Elektrotechniker/in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/in, Koch/Köchin, Bürokaufmann/-frau und Informatikkaufmann/-frau bewerben. „Die Bewerber sollten neben guten Schulnoten vor allem auch Technikverständnis und Sozialkompetenz mitbringen“, erläutert KGG-Ausbildungsleiterin Angelika Rupp. Zudem zählen eine gute körperliche Fitness, ein einwandfreier Leumund, Zuverlässigkeit und Engagement zu den grundlegenden Anforderungen. Zwei hauptberufliche Ausbilder des Kernkraftwerks betreuen in der speziellen Ausbildungswerkstatt ständig die Jugendlichen aus vier gewerblichen Ausbildungsjahrgängen. Die kaufmännische Ausbildung erfolgt in den einzelnen Fachbereichen durch entsprechend beauftragte Mitarbeiter, ebenso die Kochausbildung. „Diese persönliche Betreuung liegt uns am Herzen und ist eine wichtige Basis für die hochwertige Qualifizierung unserer Nachwuchskräfte“, betont Angelika Rupp. Bei entsprechenden Leistungen werden die jungen Menschen nach erfolgreicher Ausbildung zunächst in ein befristetes Arbeitverhältnis übernommen mit guten Chancen, im Zuge des anstehenden Generationswechsels bei der Kraftwerksbelegschaft, in eine unbefristete Stelle zu wechseln. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beobachten wir, dass doch etliche Nachwuchskräfte nach dem ersten Berufsjahr eine weiterführende Qualifizierung in Richtung Studium, Meister oder Techniker planen“, erläutert Angelika Rupp. „Viele von diesen ehemaligen Azubis kommen allerdings danach wieder zurück zu uns in den Betrieb. Insofern ist unsere Ausbildung in jedem Fall eine langfristige Investition – in die Mitarbeiter, das Kraftwerk und die Region.“

 

Gemeinsame Freude über Zeugnisse und Anstellungsverträge
Foto: Kernkraftwerk Gundremmingen, 2008

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