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Kernkraftwerk Gundremmingen: Genehmigung für Stilllegung und Abbau von Block B erhalten

21.03.2019

- Bayerisches Staatsministerium gibt grünes Licht für Beginn der Abbauarbeiten
- RWE verfügt über umfangreiche Erfahrungen beim Abbau kerntechnischer Anlagen
- Anlagen-, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben höchste Priorität
- Revision Block C: Investition von rund 20 Millionen Euro in Anlagensicherheit

Nikolaus Valerius, Kernenergievorstand RWE Power: „Die jetzt erteilte Genehmigung ist ein wichtiger Meilenstein für die Stilllegung und den sicheren Abbau unseres Kraftwerks. Auf dieser Basis können wir mit der Kompetenz und Erfahrung unserer Mitarbeiter, der Auftragnehmer sowie der beteiligten Behörden unserer Pflicht zum unverzüglichen Rückbau unserer Anlage gemäß Atomgesetz nachkommen.“

Gute Nachrichten für die Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH (KGG): Sie hat am 20. März 2019 von der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), die Genehmigung nach § 7 Abs. 3 des Atomgesetzes für die Stilllegung und den Abbau nicht mehr benötigter Anlagenteile von Block B erhalten. „Die jetzt erteilte Genehmigung ist ein wichtiger Meilenstein für die Stilllegung und den sicheren Abbau unseres Kraftwerks“, freut sich Nikolaus Valerius, zuständiger Vorstand der RWE Power AG für den Bereich Kernenergie. „Auf dieser Basis können wir mit der Kompetenz und Erfahrung unserer Mitarbeiter, der Auftragnehmer sowie der beteiligten Behörden unserer Pflicht zum unverzüglichen Rückbau unserer Anlage gemäß Atomgesetz nachkommen“, betont Valerius.

Auf Grundlage der erteilten Genehmigung kann jetzt der Abbau in dem Ende 2017 abgeschalteten Block B beginnen. Die Stillsetzung und der Abbau werden dabei stetig durch die Aufsichtsbehörde und durch unabhängige Sachverständige überwacht und begleitet. Die vergangenen Monate hat die Kraftwerksmannschaft bereits für wichtige vorbereitende Maßnahmen genutzt. Mit dem Ziel, Transportwege zu erleichtern und Logistikflächen zu schaffen, wurden in Block B alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, um mit dem Rückbau unverzüglich zu beginnen.

Abbau von Block B läuft neben dem zuverlässigen Weiterbetrieb des Kraftwerks
Der Rückbau eines Kernkraftwerks ist technisch, planerisch und organisatorisch eine enorme Herausforderung. RWE verfügt hierbei über großes Know-how und hat umfangreiche Erfahrungen beim sicheren Rückbau kerntechnischer Einrichtungen. Beispiele hierfür sind die Anlage Mülheim-Kärlich bei Koblenz, die seit 2004 abgebaut wird, sowie der Umbau von Block A des Kernkraftwerks Gundremmingen zum Technologiezentrum. „Stilllegung und Abbau in Block B erfolgen – bis Ende 2021 – parallel zum zuverlässigen Leistungsbetrieb in Block C. Anlagen-, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben weiterhin höchste Priorität. Selbstverständlich werden wir im Rahmen unserer Informations-Initiative transparent über die Fortschritte beim Rückbau und das Geschehen im Kraftwerk informieren“, versichert Dr. Heiko Ringel, Technischer Geschäftsführer der KGG. „Wir haben das Ziel, dass in rund 15 bis 20 Jahren die dann noch stehenden Gebäude aus dem Atomgesetz entlassen werden können; danach werden wir den kompletten Rückbau abschließen“, betont der Kraftwerksleiter.

Block C geht am 21. April in seine turnusmäßige Revision
Während der Abbau von Block B fortschreitet, hat Block C im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 10,4 Mrd. Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Menge reicht aus, um drei Millionen Durchschnittshaushalte ein Jahr lang verlässlich mit klimafreundlicher Energie zu beliefern. Damit der Block auch in Zukunft durch sicheren Betrieb zu einer zuverlässigen Stromversorgung in Süddeutschland beitragen kann, wird er vom 21. April 2019 bis voraussichtlich Ende Mai für seine turnusmäßige Revision mit Brennelement-Wechsel abgeschaltet. Neben wiederkehrenden Prüfungen und Wartungsarbeiten an Anlagenkomponenten und Sicherheitssystemen stehen Inspektionen an Behältern, Armaturen und elektrischen Schaltanlagen im Fokus. Rund 20 Millionen Euro werden hierfür in die Anlage investiert. „Der sichere Betrieb unserer Anlagen und der Arbeits- und Gesundheitsschutz aller Mitarbeiter haben für uns und unsere Partnerfirmen durchgehend allerhöchste Priorität“, so Dr. Ringel.

Bei der KGG sind derzeit 529 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Sie müssen sich fortlaufend auf die sich ändernden Rahmenbedingungen einstellen. In diesem Zusammenhang lobte die Kaufmännische Geschäftsführerin der KGG, Gabriele Strehlau, die Veränderungsbereitschaft der Kraftwerksmannschaft: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Belegschaft diesen Wandel ihres unmittelbaren Arbeitsumfeldes akzeptiert und sogar als Chance begreift“, betont Gabriele Strehlau.

KGG bleibt starker und verlässlicher Partner der Region
Unverändert ist der anerkannt gute Ruf des Kraftwerks als Ausbildungsbetrieb. So werden im Herbst 2019 wieder acht junge Menschen am Standort ins Berufsleben einsteigen. Darüber hinaus profitiert die Region von Aufträgen aus dem Kraftwerk: Aus dem Auftragsvolumen von insgesamt über 117 Millionen Euro flossen 2018 etwa 28 Millionen an mehr als 250 Partnerfirmen in Bayerisch Schwaben. Daher ist Gabriele Strehlau überzeugt: „Auch in Zukunft wird das Kraftwerk der Region als starker und verlässlicher Partner zur Seite stehen.“

 

Staatsminister Thorsten Glauber übergibt die Abbaugenehmigung an Nikolaus Valerius, Vorstandsmitglied RWE Power und Dr. Heiko Ringel, Technischer Geschäftsführer der Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH (v.l.).
Bild: StMUV

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