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Revision im Kernkraftwerk Gundremmingen: Gesundheit und Sicherheit haben oberste Priorität

10.06.2020

- Umfangreiche zusätzliche Maßnahmen ergänzen bestehenden Grundschutz
- RWE investiert rund 12 Millionen Euro in die Sicherheit der Anlage

Das Kernkraftwerk Gundremmingen wird planmäßig am 13. Juni 2020 für die diesjährige turnusmäßige Revision mit Brennelemente-Wechsel, die ca. vier Wochen dauern wird, heruntergefahren. Um den im Zuge der Corona-Pandemie gegenwärtig notwendigen Rahmenbedingungen zu entsprechen, wurde der bereits seit März im Kraftwerk geltende erweiterte Infektionsschutz durch umfangreiche zusätzliche Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen intensiviert. Deren zuverlässige Wirksamkeit konnte bereits beim Kurzstillstand im März erfolgreich nachgewiesen werden.

"Die Gesundheit unserer eigenen Mitarbeiter, der Angehörigen unserer Partnerfirmen und der Menschen in der Region sowie die Sicherheit des Anlagenbetriebs haben für uns höchste Priorität", betont Gerhard Hackel, stellvertretender Kraftwerksleiter. Aus diesem Grund hat das Kraftwerk zusätzliche Hygieneregeln und Vorsorgekonzepte erarbeitet: Diese reichen von Körpertemperaturmessungen vor Betreten der Anlage, Selbstauskunftsbögen, Abstandregelungen für Personen, zusätzlicher Belehrung der Mitarbeiter, Anweisungen zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen bis hin zur Verdichtung von Desinfektionsspendern in häufig frequentierten Arbeitsbereichen.

Zusätzliche Containergebäude mit Büros und Umkleiden sowie mehrere Kantinenzelte wurden errichtet, um die auf der Anlage tätigen Personen größtmöglich zu entzerren. Zudem werden die Mitarbeiter der Partnerfirmen zeitlich versetzt ihre Tätigkeiten aufnehmen, um den zeitgleichen Personendurchfluss in stärker frequentierten Bereichen zu verringern. "Durch die Revision kommen auch Menschen von außerhalb in unsere Region. Deswegen endet unsere Verantwortung nicht am Kraftwerkszaun", unterstreicht Gerhard Hackel. Jeder Mitarbeiter der Partnerfirmen verpflichtet sich, die derzeit allgemein geltenden sowie die vom Kraftwerk vorgegebenen Verhaltensregeln einzuhalten. Damit die Mitarbeiter der Partnerfirmen sich möglichst wenig in öffentlichen Räumen aufhalten, stellt das Kraftwerk für alle externen Mitarbeiter während der Revision eine umfangreiche Versorgung am Standort sicher. Die Einhaltung der strengen Regeln zum Gesundheitsschutz wird durch eigens während der Revision tätige Corona-Schutz-Beauftragte auf dem gesamten Gelände überwacht. Alle Gesundheitsschutzmaßnahmen wurden im Vorfeld mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Günzburg abgestimmt.

Der Fokus der Revision liegt auf Prüfungen und Nachrüstungen an sicherheitstechnisch relevanten Komponenten der Kühlkreisläufe. "Getreu unserem Motto ‚Sicher bis zum letzten Tag!' wird die Anlage, die noch bis Jahresende 2021 in Betrieb sein wird, auf dem neuesten und sichersten Stand der Technik gehalten", so Hackel. Zu Beginn der Revision werden die bisher im Reaktor befindlichen Brennelemente turnusmäßig überprüft. Beim Brennelemente-Wechsel werden 100 neue Brennelemente eingesetzt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 12 Mio. Euro. Unabhängige Sachverständige überwachen die Arbeiten und den Revisionsablauf im Auftrag des Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz in München.

Voraussichtlich nach vier Wochen Revisions- und Wartungsarbeiten wird das Kraftwerk wieder mit dem Netz synchronisiert werden. "Stromerzeugung und die Bereitstellung von Netzsystemdienstleistung zur Stabilisierung des Netzbetriebs ist gerade jetzt von höchster Bedeutung. Wir setzen alles daran und kennen unsere hohe Verantwortung, mit dem Kernkraftwerk Gundremmingen sicher und verlässlich zur Energieversorgung beizutragen", fasst Gerhard Hackel zusammen.

 




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